Henri-Verleihung: „Ehrenamt ist Kitt der Gesellschaft“. In der Landesfeuerwehrschule Tulln wurde der Freiwilligenpreis heuer in neun Kategorien verliehen.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 10. Oktober 2018 (04:12)
HU
Werner Kraut (Rotes Kreuz), Generaldirektor Raiffeisen Erwin Hameseder, Theres Friewald-Hofbauer (Club NÖ), Michael Dorfstätter, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll.

„Freiwilligkeit ist ein Grundpfeiler im Wertesystem“, erklärte Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll bei der Verleihung des Freiwilligenpreises „Henri“.

Bereits zum zweiten Mal wurden die Ehrenamtlichen vor den Vorhang gebeten. Das Rote Kreuz und der Club NÖ vergaben „Henri“ in neun Kategorien. Insgesamt gab es 125 Einreichungen.

„Die Sicherheitsfamilie Niederösterreich steht für Zusammenarbeit und einem Miteinander“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig sprach von der Freiwilligenarbeit als „den Kitt der Gesellschaft, der zur gelebten Inklusion führt.“

Aufstehn.at
Für menschliche Asylpolitik standen hunderte Bürger gemeinsam mit #aufstehn und den Steyler Missionaren vor der Landesfeuerwehrschule in Tulln auf.

„Nahezu jeder zweite Niederösterreicher engagiert sich ehrenamtlich“, betonte Mikl-Leitner. In der Kategorie Einzelperson Zivilcourage wurde der zwölfjährige Elijah vor den Vorhang geholt. Die 94-jährige Annerose Retting erhielt den Preis in der Kategorie „Einzelperson - im Rahmen einer Organisation.“

Caritas-Präsident Michael Landau brachte es auf den Punkt: „Nicht die Frage stellen, was bekomme ich, sondern was kann ich tun.“ Theres Friewald-Hofbauer (Geschäftsführerin Club Niederösterreich) weiß, dass einem bei Integrationsarbeit Gegenwind begegnet: „Wenn wir diese Menschen nicht begleiten, versagen wir nicht nur als Mensch, sondern auch als Gesellschaft.“

Vor der Landesfeuerwehrschule lud die zivilgesellschaftliche Kampagneorganisation #aufstehn gemeinsam mit den Steyler Missionaren ein, sich gegen die Schließung des Flüchtlingshauses St. Gabriel einzusetzen. Mit dem Flashmop sollte ein Zeichen gesetzt werden „für mehr Menschlichkeit und einem Miteinander“, so die Initiatorin Nadja Lehner, Nominierte für den Henri-Preis.

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