Forschung ist Sprungbrett für Tullner Studentin. Tamara Krska aus Tulln verbringt die Sommermonate in Kansas. Die Studentin der Agrarwissenschaften untersucht dort an der State University Schimmelpilzgene.

Von Barbara Gösenbauer. Erstellt am 29. August 2017 (05:21)
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Tamara Krska (l.) mit einer Kollegin aus Kenia bei der mikroskopischen Untersuchung von Fusarium-Pilzen an derKansas State University. privat

Praxiserfahrungen im Ausland sind bei den meisten Bewerbungen gern gesehen - besonders wenn es um wissenschaftliche Tätigkeiten geht. Die Tullnerin Tamara Krska verbringt deshalb ihren Sommer an der Kansas State University, USA.

Praxis an international renommierter Uni

Dort erforscht sie als Ferialpraktikantin im Pflanzenpathologie-Labor die Gene des Schimmelpilzes Fusarium. Zunächst hatte sie an einem internationalen Workshop in Kansas zum Thema Fusarium teilgenommen und dort die Techniken zur Identifizierung verschiedener Schimmelpilzarten erlernt.

Beim Fusarium handelt es sich um eine auch auf dem heimischen Getreide angesiedelte Pilzart, die erhebliche Ernteschäden verursacht. Weltweit versuchen Forscher, etwas über die Gene des Pilzes und ihre Funktion herauszufinden. Beispielsweise soll geklärt werden, warum er sich so schnell auf verschiedenste Umwelteinflüsse einstellen kann.

Die Studentin der Agrarwissenschaften trägt einen Teil dazu bei und profitiert dabei von ihrem Wissen, das sie an der Boku und dem Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) erworben hat. Schon im Rahmen ihrer Bachelorarbeit, die sie im letzten Jahr fertiggestellt hat, konnte Tamara Krska unter Anleitung ihres Genetikprofessors Joseph Strauss den weitaus giftigeren Schimmelpilz Aspergillus und den Einfluss bestimmter Gene auf dessen Stoffwechsel erforschen. Nun erweitert sie ihre Erfahrungen im Genetikbereich.