Kein Platz im Schulbus. Unterrichtszeiten / In der ersten Schulwoche endete für viele Kinder der Unterricht zeitgleich. VOR: "Gab keine Informationen zum Schüleraufkommen seitens der Schulen."

Von Birgit Kindler. Erstellt am 08. September 2014 (22:02)
In der ersten Schulwoche haben viele Kinder zur gleichen Zeit Unterrichtsende, was zu überfüllten Bussen führt.
NOEN, Kindler

TULLN / „25 Kinder hatten keinen Platz im Bus 410 vom Tullner Bundesschulzentrum nach Sieghartskirchen“, ist Ernst Plischke verärgert. Unter den Kindern sei auch seine Tochter gewesen. „Dieser Bus ist auch für die Verbindung nach Kogl wichtig“, so Plischke weiter und regt an: „vielleicht wäre es sinnvoll, in den Anfangszeiten des Schulbetriebes weitere Busse zur Verfügung zu stellen“. Außerdem verlangt er mehr Planung.

VOR-Pressesprecher Jürgen Pogadl meint zu dem Vorfall: „Wir bedauern natürlich, dass Kinder nicht mitgenommen werden konnten.“ Es sei keine Schuldzuweisung, aber man habe seitens der Schulen keine Info zu erhöhtem Schüleraufkommen erhalten. „Unterm Jahr gibt es keine Probleme, denn da geben die Schulen die Unterrichtszeiten bekannt“ meint Pogadl. Man könne nicht erahnen, wie viele Schüler in der ersten Schulwoche zeitgleich Unterrichtsende haben. „Erst zum Schulstart bekommen wir mit, wann mit erhöhtem Schüleraufkommen zu rechnen ist.“ Seitens der Tullner Schulen ist man sich einig: „Vor allem in der ersten Unterrichtswoche haben viele Schüler zeitgleich aus.“ Auf Nachfrage würde man den VOR informieren.

Seitens des BG/BRG Tullns gibt man dennoch zu bedenken: „Der Verkehrsverbund sollte selbst aktiv werden, und wissen, wie viele Kinder zu transportieren sind. Wir wissen ja nicht, wohin die Schüler fahren. Oft ist es beispielsweise so, dass die Kinder in Königstetten wohnen, aber nicht gleich nach Hause fahren, sondern vorher noch bei den Großeltern in Absdorf sind.“