Krimi um Schiele-Bild. Im dritten Roman von Josef Hacker ermittelt Major Harmer in Sachen Nazi-Raubkunst am Schauplatz Tulln.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 11. März 2018 (05:56)
NOEN

Nach „Costa Rica“ (2013) und „Der Kuss des Todesengels“ (2014) veröffentlicht der Tullner Josef Hacker jetzt seinen vierten Kriminalroman „Egon Calling“.

Die Idee dazu kam dem Psychotherapeuten, Autor und Schauspieler im Gespräch mit schreibenden Kollegen: „Michael Korth merkte an, dass in Tulln etwas mit Schiele naheliegend wäre. Darüber sprach ich mit Fritz Schindlecker, der mich dann auf das Thema Nazi Raubkunst stieß und mir auch gleich ein Fachbuch dazu empfahl.“

Hacker begann zu recherchieren und zu schreiben. Heraus kam sein bislang aufwendigstes Buch. „Es handelt auf drei zeitlichen Ebenen: um 1918, im Zweiten Weltkrieg und in der Jetztzeit. Zentraler Schauplatz ist Tulln und ein Egon Schiele Bild ist der rote Faden“, so Hacker, der hofft damit nicht schon zu viel verraten zu haben.

Beim Schreiben wählte er den gleichen Ansatz wie der britische Autor Robert Harris, nämlich über Dinge zu schreiben, wie sie wirklich gewesen sind oder wie sie zumindest theoretisch hätten sein können.

Verbindungsglied zu den Buchvorgängern ist der ermittelnde Kriminalpolizist, Major Herbert Harmer. „Seine Figur wird weiter entwickelt, man erfährt auch mehr über ihn“, verspricht Hacker. Ohnehin seien es die Menschen, die ihn (auch berufsbedingt) am meisten interessieren: „Wie geht es den Opfern, aber auch den Tätern, was sind ihre Motive.“

Präsentiert wird „Egon Calling“ am Donnerstag, 15. März, um 19.30 Uhr (mit Musik und Lesung) in der Kunstwerkstatt. Das Buch ist bereits im gut sortierten Handel erhältlich.