Motiv unklar: „Auto habe ich abgefackelt“. Duo leugnet Diebstour. Auto in Brand gesetzt zu haben, gibt 31-Jähriger vor Gericht zu.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 08. Mai 2019 (03:40)
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Auf Autos und Motorräder hatten es zwei Tschechen (31, 48) in Tulln und Purkersdorf im November 2018 abgesehen. Am St. Pöltner Landesgericht wird ihnen wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls und Sachbeschädigung der Prozess gemacht.

Zu den Anschuldigungen ist der einschlägig vorbestrafte 31-Jährige nur teils geständig. In Purkersdorf einen VW Transporter in Brand gesetzt zu haben, gibt er zu. „Das Auto hab’ ich abgefackelt“, sagt er. Wie das passiert ist, will er nicht erklären. Motorräder will der Tscheche keine gestohlen haben. Genauso wenig wie einen Anhänger samt Bagger: „Den habe ich gefunden.“

Dass auf seinem Handy Screenshots von den Tatorten und Fotos von Beute entdeckt wurde, kann er erklären. „Ich bin nicht der Einzige, der dieses Telefon bedient hat“, sagt er. Wer, gibt er nicht preis. „Ich möchte keine Namen nennen, weil ich Freunde nicht einer strafrechtlichen Verfolgung aussetzen möchte“, so der Angeklagte weiters. Ob er Schlösser bei Motorrädern und Autos manipuliert und Löcher in Fahrertüren gebohrt hat? Er verneint. Spezialwerkzeug wurde bei seiner Verhaftung sichergestellt. „Das hatte ich mit zum Arbeiten“, sagt er dazu.

Gar nichts wissen von kriminellen Aktionen will der 48-Jährige. „Ich habe die meiste Zeit geschlafen“, erklärt dieser.

Die Richterin möchte, bevor sie Urteile fällt, noch Ermittler befragen und vertagt den Prozess. Im Mai wird fortgesetzt.