Neuer Containerterminal für Katastropheneinsätze. Um bei Katastropheneinsätzen modernstes Arbeitsgerät in großer Stückzahl rasch in die Einsatzgebiete verlegen zu können, wird am Katastrophenschutz-Stützpunkt des NÖ Landesfeuerwehrverbandes in Tulln ein neuer Containerterminal errichtet.

Erstellt am 09. Januar 2018 (09:47)
NÖLFK/Matthias Fischer
 v.l.n.r: LHStv Dr. Stephan Pernkopf, LH Mag. Johanna Mikl-Leitner, LFKDT Dietmar Fahrafellner, FF-Planungschef Ing. Andreas Höfer
 

Beim  Spatenstich mit Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, deren Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf sowie Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner wurde abermals betont, dass der Katastrophenschutz in Niederösterreich ohne die 1720 freiwilligen Feuerwehren nicht gewährleistet werden kann. Der neue Containerterminal könnte noch heuer in Betrieb gehen.

Wenn Katastrophen eine Region oder das ganze Land bedrohen, ist vor allem eines gefragt: rasche und kompetente Hilfe. Das bedarf genügend Personalreserven, aber auch eines enormen Materialaufwandes. Da nicht jede Feuerwehr mit Großgeräten ausgerüstet werden kann, lagern viele Spezialmaschinen am Kat-Stützpunkt in Tulln - in großen Schiffscontainern. Derzeit sind diese verteilt auf verschiedenen Flächen am Gesamtgelände abgestellt. Das wird sich nun ändern. Noch im heurigen Jahr soll der neuer Terminal für 80 Container in Angriff genommen werden.

45 Container werden dabei in geschlossenen Boxen, 15 weitere in offenen und 20 Container auf einem Freilagerplatz geparkt. Gesamtfläche der Containerboxen: 3000 Quadratmeter. Zudem wird der Terminal um ein Bürogebäude mit Disponenten-, Besprechungs- und Sozialraum erweitert. Mit den dementsprechenden Manipulationsflächen (Anlieferung, Reinigung, etc.) und der befestigten Außenanlage wird der neue Containerterminal eine Fläche von knapp 12.000 Quadratmeter in Anspruch nehmen.

Mit der vor bald drei Jahren am selben Gelände eröffneten Katastrophenschutzhalle verfügt der NÖ Landesfeuerwehrverband bundesweit über das größte und modernste Logistikzentrum für Großeinsätze aller Art. Kaum ein Szenario, für das die NÖ Feuerwehren nicht gerüstet sind. Im neuen Containerterminal werden unter anderem stationiert: mobile Großküche für täglich 15.000 Essen, Toiletten und Duschen, Hochwasserschutzelemente, Schaufeln, Abdeckplanen für Sturmeinsätze, Großpumpen, Großstromgeneratoren, Sandsäcke, Motorsägen, Feldbetten, Großzelte mit Heizanlagen oder auch große Beleuchtungseinheiten.

Die Kosten für den neuen Containerterminal belaufen sich auf etwa 3,8 Millionen Euro und werden zur Gänze vom Land NÖ übernommen. LH-Frau Johanna Mikl-Leitner: "Die freiwilligen Feuerwehren sind ein Fels in der Brandung und die beste Versicherungspolizze. Jeder Cent, der in das Feuerwehrwesen fließt, ist bestens investiert."

Dass der Katastrophenschutz in NÖ bei den Feuerwehren in besten Händen ist, hat für Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner einen einfachen Grund: "Deshalb, da man sich auf unsere 98.000 freiwilligen Helfer rund um die Uhr verlassen kann. Wir sind in der Lage, innerhalb einer Stunde 6000 zusätzliche Feuerwehrleute mit modernstem Gerät in die Katastrophengebiete zu entsenden. Das kann sonst niemand!"