Pflege- und Betreuungszentrum: Krisenfest und motiviert. Pflege- und Betreuungszentrum Tulln: Direktorin Regina M. Berger und ihr Team „kennen die Abläufe und fallen nicht mehr aus allen Wolken, wenn ein positives Testergebnis kommt“.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 25. November 2020 (04:08)
Leopold Blasl besucht seine Mutter Margareta Blasl. Josef Sarközi (Mitte) sorgt für Hygiene in der Besucherlounge und koordiniert die Termine der Besucher.
PBZ Tulln

Die Covidkrise stellt uns laufend vor neue Herausforderungen. Besonders groß sind diese für jene, die tagtäglich für die Gesundheits- und Pflegeversorgung im Einsatz stehen.

„Ich denke, wir sind durch den ersten Lockdown in Frühjahr schon ziemlich krisenfest geworden. Alle Mitarbeiter kennen die Abläufe und wir fallen nicht mehr aus allen Wolken, wenn ein positives Testergebnis kommt“, berichtet Direktorin Regina M. Berger aus dem Pflege- und Betreuungszentrum Tulln. Eine der wichtigsten Führungsaufgaben in dieser Zeit sei aber trotzdem die Motivation des Teams. „Ich versuche als positives Vorbild jederzeit für meine Mitarbeiter dazu sein und überall aktiv mitanzupacken“, sagt Berger. Die Stimmung im Haus sei wirklich gut, und: „Wir können trotz der harten Arbeit auch noch die Schönheit in unserem Beruf sehen.“

Fordernd ist die Coronazeit natürlich auch für Bewohner und deren Angehörige. Schließlich ist pro Bewohner nur mehr ein Besuch pro Woche zulässig, wobei ein aktueller negativer Covid-19-Test vorausgesetzt wird. Für diese wichtigen persönlichen Kontakte sind die Besucherloungen im PBZ Tulln täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Zusätzlich werden Angehörige von den Wohnbereichsleitungen regelmäßig telefonisch informiert.

„Auch die Bewohner können mit Unterstützung von uns, jederzeit ihre Angehörigen anrufen“, betont Berger. Nicht zuletzt besteht weiters die Möglichkeit, täglich kleine Mitbringsel beim Portier abzugeben. „Auch das wird gerne genutzt und so gibt es immer wieder ein Lächeln bei unseren Bewohnern“, schildert die Direktorin.

„Wirklich abschalten kann ich nicht, brauche ich aber auch nicht. Weil mir meine Arbeit Spaß macht und ich gerne die Aufgabe habe, die Ansprechpartnerin für Krisen-Situationen zu sein.“

Sie selbst kommt mit der Krise bislang gut zurecht: „Wirklich abschalten kann ich nicht, brauche ich aber auch nicht. Weil mir meine Arbeit Spaß macht und ich gerne die Aufgabe habe, die Ansprechpartnerin für Krisen-Situationen zu sein.“ Den Kopf ein wenig frei bekommt Berger bei täglichen Spaziergängen mit ihren Hunden.

Trotz aller Anstrengungen im Team hat das Virus aber auch im PBZ Tulln bereits Spuren hinterlassen. „Im Hospiz sind leider vier Bewohner mit Covid verstorben. Alle positiv getesteten Mitarbeiterinnen waren fast symptomfrei, alle sind wieder covidfrei. In der restlichen Langzeitpflege und im Psychosozialen Betreuungszentrum gibt es keine Fälle - weder bei Bewohnern noch bei Mitarbeitern“, berichtet Bernhard Jany von der NÖ Landesgesundheitsagentur.