Sanierung des alten Pfarrhofes St.Stephan steht an. Paulussaal, Küche, der Eingangsbereich sowie die sanitären Anlagen werden derzeit renoviert.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 09. August 2019 (03:26)
Urbanitsch
Kaplan Pius Obioma Nwagwu, Maler Harald Barger, Provisor Jai Prakash Kujur und Mesner Alfred Seibt in der Küche des Pfarrhofes. Die feuchten Wände werden mit einer speziellen Haftung bearbeitet.

Die Pfarrhoftrakte der Pfarre St. Stephan stammen aus dem 16. Jahrhundert, aus der Renaissance und der frühen Barockzeit. „Der Teil, wo die heutige Küche steht, ist aber mit Sicherheit viel älter“, weiß Historikerin Walpurga Oppeker.

2013 wurde die Fassade des Pfarrhofs neu gemacht. Nun ist es an der Zeit auch die Innenräume in Angriff zu nehmen.

„Die Feuchtigkeit an den Wänden, besonders in der Küche, sind nur schwer in den Griff zu bekommen“, weiß Pfarrer Christoph Kowalski.

Nun werden die Wände einer speziellen Behandlung unterzogen und frisch gestrichen.

Im Moment wird nicht alles von Grund auf renoviert, das hat praktische Gründe, denn Pfarrer Kowalski verfolgt ein größeres Ziel: „Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit die Möglichkeit ein neues Konzept mit einem neuem Pfarrsaal zu verwirklichen“, dazu brauchen wir dann natürlich Geld“.

Dringend einer Sanierung bedürfen die sanitären Anlagen des Pfarrhofes, die von vielen Besuchern genutzt werden.

Der Paulussaal der Pfarre wird von den verschiedensten Gruppen täglich frequentiert. Er ist Fixpunkt für Vorträge, Sitzungen, musikalische Darbietungen, Tanzgruppen und verschiedenste Events.

Nun sind die Sanierungsarbeiten der Mauern in vollem Gange.

Die alten Tapeten werden im Feuchtigkeitsbereich abgetragen, und es wird „eine spezielle Haftung und eine atmungsaktive Spachtelmasse aufgetragen“, erklärte Harald Berger von der Tullner Firma „K&E Malerei und Anstrich“.

Ein Team von freiwilligen Helfern bereitete schon im Vorfeld alles für die Malerarbeiten vor und entfernte das Mobiliar von Küche und Paulussaal.

Eine kleine Anekdote erzählt, als im Jahr 1670 Weihbischof Jodok Höpffner die Pfarre Tulln übernahm, wollte er sofort den Pfarrhof wieder verlassen, weil er das Haus so baufällig vorfand. Tatsächlich wurde dann der Osttrakt neu aufgebaut und 1677 fertiggestellt.

„Wir werden die notwendigsten Renovierungsarbeiten jetzt durchführen, damit im neuen Schul- und Arbeitsjahr der Bereich im Erdgeschoss wieder in neuem Glanz erstrahlen wird“, freut sich Pfarrer Kowalski.