Tulln

Update am 22. Januar 2017, 19:42

von Thomas Peischl

Sattes Plus im Danubium. E&A-Geschäftsführer Erich Schindlecker zieht Bilanz: Sowohl bei Besucher- als auch bei Abozahlen konnten im Vergleich zu 2015 deutliche Steigerungen erzielt werden.

Erich Schindlecker freut‘s: Das Duo Manuel Rubey und Thomas Stipsits war mit „Gott & Söhne“ im Danubium bereits drei Mal ausverkauft. Am 2. Februar gibt‘s noch eine Chance, die beiden live in Tulln zu erleben.  |  NOEN, Peischl

Das Danubium, Tullns neuer Stadtsaal, konnte sich nach kurzer Aufwärmphase und zwei Saisonen als Fixgröße im ostösterreichischen Kultursektor etablieren. Das beweisen die Zahlen die E&A-Geschäftsführer Erich Schindlecker vorlegt.

11.686 Besuchern bei 40 Veranstaltungen 2015 stehen ein Jahr später 13.846 Besucher bei 42 Veranstaltungen gegenüber. „Ein Plus von 15,6 Prozent, offensichtlich haben Werbung und Mundpropaganda gewirkt“, freut sich Schindlecker. Eine beachtliche Steigerung, die keineswegs selbstverständlich ist. Der Anfangsbonus von 2014/15 („Das ist neu, das schauen wir uns einmal an“) gilt nicht mehr.

Gutes Gesamtpaket mit erstklassigem Catering

Neben dem Programmangebot wird das Haus selbst immer mehr zum Magneten. „Weil das Gesamtpaket passt“, ist Schindlecker überzeugt. Einen wesentlichen Anteil daran trage das erstklassige Catering von Kurt Hofmann (s‘Pfandl), denn: „Vor der Veranstaltung Getränk und Imbiss für die Pause vorbestellen, das gibt‘s nur in der Oper und im Danubium.“

Gestiegen ist auch die Zahl der Abonnenten, von 213 im Jahr 2015 auf 356, ein Plus von 40 Prozent. Der Besucherschnitt je Veranstaltung stieg von 292 auf 330. „Nicht zuletzt wird unser neues Wahlabo, das wir mit dem Weihnachtsgeschäft eingeführt haben, gut angenommen“, so Schindlecker weiter.

Erfahrung und Befragungen zeigen, dass etwa die Hälfte der Besucher aus Stadt und Bezirk ins Danubium kommen. „Die Leute fahren aus den umliegenden Gebieten zu uns - und sie kommen wieder“, erklärt der Geschäftsführer, „auch ein Beweis dafür, dass Tulln tatsächlich Bezirksstadt ist und man nicht mehr unbedingt nach Wien oder St. Pölten fahren muss.“

So weit, so gut, aber wohin soll die Reise jetzt gehen? Schindlecker will weiter auf Publikumsbindung setzen: „Unser Ziel ist, dass sich Besucher auf unser Programm einlassen. Wenn wir etwas anbieten, das sie noch nicht kennen, sollen sie davon ausgehen, dass es ihnen zumindest gefallen könnte.“ Nachdem er die Aufwärmphase im Herbst 2014 nicht mitrechnet, hofft Schindlecker 2020 zum fünften Geburtstag auf „ein würdiges Jubiläumsfest“.

Jetzt läuft der Vorverkauf für die nächsten Veranstaltungen (siehe Infobox), und zwar sehr gut. Und im Sommer wird Tulln Kultur auf der Donaubühne nahtlos fortgesetzt, etwa mit einem Gratis-Konzert von Voodoo Jürgens Anfang Juli, aber davon ein anderes Mal mehr.