Wiederbetätigung: Verfahren gegen Bors (FPÖ) eingestellt. Ende 2014 war ein Foto des Tullner Spitzenkandidaten der Freiheitlichen, Andreas Bors, aufgetaucht.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 22. Januar 2015 (12:47)
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Andreas Bors
Das Bild zeigte den Stadt- und Bezirksparteiobmann bei einer Silvesterparty zum Jahreswechsel 2006/2007, gemeinsam mit zwei Freunden. Alle drei hatten die rechte Hand stramm erhoben, eine Geste, die weithin als Hitlergruß bekannt ist. Bors wurde wegen Verdachts auf Wiederbetätigung angezeigt, er stellte alle Ämter vorläufig ruhend.

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Stadtchef Eisenschenk bleibt gelassen

Wie der geschäftsführende Bezirksparteiobmann der FPÖ, Andreas Spanring, jetzt mitteilt wurde das Verfahren eingestellt. Das Delikt ist bereits verjährt. „Andreas Bors war unbescholten und ist es auch weiterhin“, betont Spanring, „aber wir erwarten uns eine Entschuldigung von Tullns VP-Bürgermeister Peter Eisenschenk.“

Der wiederum reagiert gelassen: „Jeder, der sich das Foto anschaut, für den ist klar, wer sich entschuldigen muss und wer nicht.“

Bors „bereit wieder politisch zu arbeiten“

„Ich bin ja von Anfang an davon ausgegangen, dass bei dieser Anklage nichts herauskommt. Aber natürlich bin ich erleichtert, dass das jetzt vorbei ist“, so Andreas Bors selbst. Über seine politische Zukunft soll in einer Bezirksvorstandssitzung nach der Wahl entschieden werden: „Wenn die Funktionäre es wollen bin ich bereit wieder politisch zu arbeiten.“

Die FPÖ bringt jetzt in Sachen Prüfbericht des Rechnungshofes eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten ein: Verdacht auf Amtsmissbrauch und Untreue bei Bürgermeister Eisenschenk. „Im Gegensatz zu anderen wollen wir aber niemanden vorverurteilen. Vielleicht stellt Bürgermeister Eisenschenk ja auch alle Ämter ruhend, bis die Sache geklärt ist“, so Spanring.

Eisenschenk dazu: „Der Rechnungshof, der sehr streng geprüft hat, hat nicht einmal angedeutet, dass auch nur irgendetwas strafrechtlich Relevantes dabei ist.“