Zu früh gejubelt bei Park-and-Drive an S5. FPÖ spricht in Aussendung von beschlossener Sache. ÖVP bremst Euphorie, vorerst werde lediglich geprüft.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 04. Juli 2018 (04:25)
Landtagsabgeordneter Dieter Dorner, Gemeinderätin Kerstin Stoiber und Bezirksparteiobmann Andreas Bors sahen die Park-and-Drive-Anlage bereits als beschlossen an - aber erst wird geprüft.
NOEN, FPNÖ

„Mit der Errichtung einer Park&Drive-Anlage bei der Auffahrt zur S5 in Tulln leisten wir definitiv Pendlerhilfe mit Hausverstand“, freute sich FPÖ-Verkehrssprecher Dieter Dorner in einer Aussendung - ein wenig zu früh. Auf Initiative der Freiheitlichen sei im NÖ Landtag ein dahingehender Antrag mehrheitlich angenommen worden. Tatsächlich wurde aber lediglich beschlossen, dass die mögliche Errichtung einer derartigen Anlage durch das Land gemeinsam mit der ASFINAG und der Stadtgemeinde Tulln geprüft werden soll.

Bernhard Heinreichsberger rät der FPÖ, Beschlüsse genauer zu lesen.
NOEN, VPNÖ

„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil – das gilt gerade bei Landtagsbeschlüssen“, erklärt dazu ÖVP-Landtagsabgeordneter Bernhard Heinreichsberger. Es sei fahrlässig, mit unrichtigen Meldungen an die Öffentlichkeit zu gehen und damit Bürger und Medien in die Irre zu führen.

„Bedenklich ist zudem, dass der Abgeordnete Dorner offenbar selbst nicht weiß, was er beschlossen hat. Aber nicht nur für ihn, sondern auch für Personen, die wie Andreas Bors als FPÖ-Parteiangestellte keine Verantwortung tragen, gilt, stets bei der vollen Wahrheit zu bleiben“, betont Bernhard Heinreichsberger.

Die FPÖ hatte sich (wie schon vor Jahren die SPÖ) dafür stark gemacht, im Bereich des Weges „Im Heideland“ nahe der S5-Auffahrt eine Park & Drive-Anlage zu errichten. Mit 80 beleuchteten Parkplätzen samt Kameraüberwachung soll die Bildung von Fahrgemeinschaften zum Arbeitsplatz gefördert werden.