Licht nach Bedarf und mehr Ökostrom. Lichtverschmutzung und die mögliche Zukunft der Energieversorgung waren die zentralen Themen beim zweiten Umweltstammtisch in Tulln.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 20. April 2021 (17:39)
Ein Positiv-Beispiel in Sachen Kunstlicht aus der Stadtgemeinde Tulln: Die Leuchtkörper am Klosterweg erzeugen nur so viel Licht wie nötig und strahlen nicht nach oben in den Nachthimmel ab.
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Der Umweltstammtisch ist dabei, sich als fixe Größe im städtischen Jahresablauf zu etablieren. Der zweite konnte Corona-bedingt zwar „nur“ online abgehalten werden, trotzdem fanden sich knapp 50 Teilnehmer ein, um zwei Fachvortragenden zu lauschen und anschließend zu diskutieren.

Matthias Zawichowski ist teilhabender Geschäftsführer bei im-plan-tat Raumplanung und mit seinem Verein „fahrvergnügen.at“ auch Experte für Car-Sharing und Elektromobilität.
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Zunächst ging der Vorstandsvorsitzende der lichttechnischen Gesellschaft Österreichs, Rudolf Hornischer, auf das Thema „Lichtverschmutzung“ ein. In den letzten Jahrzehnten habe es durch immer mehr Kunstlicht starke Eingriffe in die natürliche Dunkelheit der Nacht gegeben. „Die Frage, die wir uns stellen müssen lautet: Wie hell muss es wirklich sein?“, erklärte Hornischer. Die Antwort ganz kurz gefasst: Licht soll bedarfsorientiert gestaltet und zielgerichtet eingesetzt werden.

Mit der Zukunft der Energieversorgung beschäftigte sich Matthias Zawichowski (Im-Plan-Tat Raumplanung): „Die anstehenden gesetzlichen Veränderungen bieten großen Chancen, dass noch mehr Ökostrom in unserem Stromnetz zur Verfügung stehen wird.“

Rudolf Hornischer sprach über das Thema „Lichtverschmutzung“.
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Künftig werde es möglich sein, dass Photovoltaik-Strom vom Hausdach direkt zum Nachbarn zu liefern. Energiegemeinschaften bieten die Möglichkeit, dass Ortschaften oder Stadtteile sich künftig bei der Stromversorgung selbst organisieren und den Strompreis bestimmen können.