Tullnerfeld hat doch Skisprung-Geschichte. WOLFPASSING / Obmann Hirsch erinnert sich an Sprung- bewerbe am Wolfpassinger Berg mit Weiten von bis zu 42 Metern.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 15. Januar 2014 (23:59)
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Elegante Kleidung, Hände nach vorne - so wurde in den 50er-Jahren im Waldkreuth am Wolfpassinger Berg nach der größten Weite gejagt.
NOEN, Naturfreunde
Von Thomas Peischl

Hand aufs Herz, hätten Sie ‘s gewusst? Es gab — lange vor Thomas Dietharts Sensationserfolg — einen Skisprungbewerb im Tullnerfeld.

Im Jahr 1949 war die Sprungschanze der Naturfreunde im Waldkreuth bei Wolfpassing fertiggestellt worden. Beim großen Eröffnungsspringen 1952 waren neben Lokalmatadoren immerhin auch Springer aus Zell am See, Bischofshofen (also jenem Ort, an dem „unser Didl“ Skisprunggeschichte schrieb), Semmering und Wien am Start. Den Schanzenrekord mit stolzen 42 Metern stellte übrigens ein Herr Christl aus Zell/See auf.
 

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NOEN, Naturfreunde

Nur noch alte Fotos zeugen von Sprungschanze

„Das letzte Springen in den späteren 50er-Jahren hab‘ ich noch miterlebt“, berichtet Kurt Hirsch, der heutige Obmann der Naturfreunde Zeiselmauer-Wolfpassing, „damals war natürlich der ganze Ort auf den Beinen.“

Nach dem Ende des Springens am 404 Meter hohen Wolfpassinger Berg konzentrierte sich der Verein aufs Skifahren. „Am Höhepunkt dieser Phase hatten wir immerhin 15 Lehrwarte und waren mit bis zu drei Bussen unterwegs“, erinnert sich Hirsch.

In weiser Voraussicht auf Winter, wie wir sie heute erleben, setzen die Naturfreunde aber jetzt schon seit einigen Jahren auf Tennis. Von der Sprungschanze zeugen nur noch alte Fotos. „Da oben ist jetzt alles zugewachsen“, so Hirsch.