Neue Kooperation bringt Ökostrom aus Tulln. TullnEnergie geht Kooperation mit AAE Naturstrom ein. Gemeinde hofft, CO -Bilanz damit deutlich verbessern zu können.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:32)
Plädieren auf dem Weg zur Energieautarkie für Ökostrom aus Tulln: Johannes Sanda (TullnEnergie/Stadtgemeinde), Umwelt-Stadtrat Johann Mayerhofer, Bürgermeister Peter Eisenschenk, Umwelt-Gemeinderätin Eva Koloseus und Stadtamtsdirektor Viktor Geyrhofer.
Stadtgemeinde Tulln

Ab sofort können Stromkunden saubere Energie direkt aus der Gartenstadt beziehen. Die stadteigene TullnEnergie speist mittels der größten gemeindeeigenen Photovoltaik-Anlage Österreichs pro Jahr 1.940.000 kWh sauberen Strom ins Energienetz ein – das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von bis zu 650 Haushalten. In Kooperation mit dem österreichischen Ökostrompionier AAE Naturstrom tritt die TullnEnergie nun auch als Stromhändler auf.

„Ich bin bereits umgestiegen, denn ich zahle nun weniger als bisher und reduziere gleichzeitig den CO -Ausstoß unseres Haushaltes enorm“, berichtete dazu Bürgermeister Peter Eisenschenk im Gemeinderat. Er appellierte an alle Mandatare, umzusteigen und hofft, dass es ihnen möglichst viele Tullner gleichtun. Denn durchschnittlich reduziere jeder Haushalt dadurch seine CO -Bilanz um eine halbe Tonne pro Jahr. „Steigen 3.000 Haushalte um, wären das zirka 1.500 Tonnen CO -Einsparung pro Jahr. Das entspräche jener Reduktion, die wir uns auch für die Gebäude und Maschinen der Stadtgemeinde bis zum Jahr 2025 vorgenommen haben“, erläutert Eisenschenk.

Auf Basis ihres Klima-Manifestes will die Stadtgemeinde das Ziel der CO -Neutralität erreichen. Ein wesentlicher Hebel dazu ist die Erhöhung des Anteils von Ökostrom. TullnEnergie versorgt Kunden nicht nur mit sauberer Energie, sondern kauft auch überschüssigen Strom aus privaten Photovoltaik-Anlagen, und zwar in Form einer Energiepartnerschaft.

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