Bürgermeister über Facebook-Postings erzürnt. ÖVP-Bürgermeister ärgerten Facebook-Postings, entschuldigte sich aber bereits für Wortwahl bei SPÖ-Vorsitzender.

Von Günter Rapp. Erstellt am 09. September 2019 (03:41)
Rapp
Hat im Schreiben nicht Veranstaltung gemeint: Christian Bauer.

Nachdem SPÖ-Vorsitzende Christine Lukaschek ÖVP-Bürgermeister Christian Bauer sein Fernbleiben bei der Beach-Party und dem Genuss.Kräuter.Kirtag per Sozialer Netzwerke vorgeworfen hatte, gab es eine geharnischte Antwort des Gemeindechefs. Die lässt Lukaschek jetzt – und offenbar zeitgerecht vor der Gemeinderatswahl – das Kriegsbeil ausgraben.

„Ich habe das Fernbleiben von Bürgermeister Bauer kritisiert, weil er von mir organisierte Veranstaltungen kaum besucht“, gibt Lukaschek gegenüber der NÖN zu. Besonders geärgert hat die SPÖ-Vorsitzende das Schreiben von Bürgermeister Christian Bauer an ihre Person, wo von einer „fragwürdigen Veranstaltung“ die Rede ist. Bauer hatte in dem Schreiben angeführt, dass er „die wenige Zeit, die er mit seinen Kindern habe, auch mit seinen Kindern verbringen werde“. Und weiter: „Wenn sie die gute Zusammenarbeit beenden wollen, kein Problem.“

NOEN
„Organisiert seit 40 Jahren Veranstaltungen: Christine Lukaschek.

Christine Lukaschek ist auch enttäuscht, dass ihre Veranstaltungen offenbar als „fragwürdig“ bezeichnet werden. Sie habe schon viel in ihrer Heimatgemeinde organisiert, seit 40 Jahren. „Viele Mitarbeiter beim Kirtag haben sich extra Urlaub genommen. Die sind jetzt ebenfalls enttäuscht und irritiert. So etwas verzeihe ich nicht!“

Bürgermeister Christian Bauer hat sich mittlerweile für den Ausdruck „fragwürdig“ bei SPÖ-Vorsitzender Lukaschek entschuldigt. „Das war Ausdruck eines tiefen Grants aufgrund Lukascheks unreflektierter Facebook-Postings“, begründet der als sehr ruhig und besonnen bekannte Kommunalpolitiker. Er habe damit auch nicht die Veranstaltung gemeint.

Verärgert ist der ÖVP-Gemeindechef über die Angriffe und Anschuldigungen auf öffentlichen Plattformen. „Das wird sicher Konsequenzen haben“, so Bauer. „Als Bürgermeister kann mich Frau Lukaschek kritisieren so viel sie will, aber nicht als Privatmann“.