„Wir vermuten hier Gasvorkommen“. Im Auftrag des Bundesministeriums führt die OMV Austria seismische Messungen im Tullner Bezirk durch.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 23. Januar 2019 (04:33)
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Die Messgeräte „Geophone“ fangen Schwingungen auf geben und Informationen über die Beschaffenheit des Untergrundes. Die Ergebnisse werden ausgewertet.

Vielleicht hat sie schon jemand entdeckt, die eigenartigen Gebilde mit den langen schwarzen Kabeln. Es handelt sich dabei um sogenannte „Geophone“, die bei geophysikalischen Untersuchungen eingesetzt werden.

Die OMV macht seit den 80er Jahren Messungen, „aber noch nie wurde ein so großflächig zusammenhängendes Gebiet untersucht, die laufende Messung umfasst eine Fläche von 1.100 Quadratkilometern“, erklärt OMV-Pressesprecherin Elena Menasse.

In Tulln und Umgebung wurden rund 12.000 Geophone ausgelegt, damit wurden Datenmengen in der Höhe von 100 Terabyte in der Region erhoben (insgesamt werden es etwa 500 Terabyte sein).

Gemessen wird in einer Tiefe von 4.000 bis 6.000 Metern.

„Wir vermuten in diesem Gebiet Gasvorkommen, die Auswertung durch unsere Geophysiker wird nach Abschluss der Messungen noch sicher ein Jahr dauern“, so Elena Menasse.

Die Messungen im Tullner Bezirk sollen diese Woche beendet werden, Ende nächster Woche werden die Geophone wieder abgebaut.

Vergleichbar mit Ultraschalluntersuchungen beim Menschen, werden bei einer Seismik-Messung entlang der Messlinien Schwingungen in die Tiefe gesandt, deren Reflexionen von Geophonen aufgefangen werden und Informationen über den Untergrund geben und auch über den Aufbau von möglichen erdgasführenden Strukturen.