Übergang bei B213 soll geprüft werden. Im Bereich Staasdorfer Straße/Neubruchgasse/ Robert-Stolz-Straße kommt es immer wieder zu Gefahrensituationen.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 11. September 2019 (04:32)
Peischl
Alfred Kaiblinger von der Radlobby Tulln, Annette, Lena und Pauline Pferschinger sowie Katharina und Theresa Floth machen auf den nach wie vor risikoreichen Fußgänger- und Radfahrerübergang in der Staasdorfer Straße aufmerksam.

Familie Pferschinger benützt regelmäßig die Querung der Staasdorfer Straße (B213) von der Robert-Stolz-Straße in die Neubruchgasse. „Wir haben unser Enkelkind am 1. Schultag von der Volksschule 2 zu Fuß abgeholt und werden es auch in den nächsten Jahren ohne Auto abholen“, berichten Hubert und Susanne Pferschinger, „da wir noch mehrere Enkelkinder haben, die auch diesen Schulweg gehen müssen, machen wir uns große Sorgen.“ Es gebe zwar einen Zebrastreifen, aber es sei mehrmals vorgekommen, dass Autos ohne Rücksicht mit überhöhter Geschwindigkeit durchfahren, ohne zu halten.

Bereits 2015 war dieser Zebrastreifen zu einem kombinierten Radfahrer-/Fußgänger-Übergang ausgebaut worden. Aus der Robert-Stolz-Straße kommend müssen Radler eine Verschwenkung fahren, aus der Neubruchgasse kommend geht es in gerader Linie über die Straße. „Viele sind sich leider des Risikos nicht bewusst und haben eine zu hohe Annäherungsgeschwindigkeit“, sagt dazu Alfred Kaiblinger von der Radlobby Tulln. Dabei dürften sich Radfahrer der Querung mit maximal 10 km/h nähern und ihren Vorrang auch nicht erzwingen.

„Ich denke da an eine Lösung, die ich in Linz gesehen habe“

„Ich bin überzeugt, dass man hier mit relativ einfachen Mitteln für mehr Verkehrssicherheit sorgen könnte“, meint Kaiblinger. So könnten die Markierungen verbessert (z.B. mit einem Mittelstreifen für Radfahrer auf Seite der Robert-Stolz-Straße) oder das blinkende Warnlicht für Autofahrer optimiert werden.

„Ich denke da an eine Lösung, die ich in Linz gesehen habe“, erklärt der Radlobbyist weiter. Dort wird das blinkende Warnlicht erst durch einen Bewegungsmelder ausgelöst, wenn sich tatsächlich Querende annähern. Dadurch erhält das Blinken eine echte Warnfunktion. Eine erste Besserung könnte die Aufstellung einer Radarbox bringen, die bereits im Gemeinderat beschlossen wurde.

Sachverständiger prüft noch im September

Familie Pferschinger und Radlobby wandten sich an die Stadtgemeinde. Der u.a. für Straßenverkehr zuständige Abteilungsleiter Franz Friedl führte prompt eine Verkehrsbeobachtung durch. Das Ergebnis: An einem Mittwochmorgen querten zwischen 7.38 und 8 Uhr genau 14 Fußgänger und 13 Radfahrer im genannten Bereich die B213.

Da es sich um eine Bundesstraße handelt ist für alle weiteren Maßnahmen das Land NÖ zuständig, vorrangig die Verkehrsabteilung der Bezirkshauptmannschaft Tulln. „Wir nehmen derartige Anliegen selbstverständlich sehr ernst“, versichert Bezirkshauptmannstellvertreter Josef Wanek. Noch im September soll die Querung von einem Verkehrssachverständigen geprüft und gegebenenfalls Lösungsansätze präsentiert werden.