Neue Radarboxen sind in St. Andrä-Wördern in Planung. Zeimke (Liste NÖ) spricht von „Abzocke“. Titz (ÖVP): „Massive Beschwerden der Bevölkerung“ wegen Raserei.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 11. Juli 2018 (04:14)
NOEN, Boe
Symbolbild

Gemeinderat Thomas Zeimke (Liste Niederösterreich) schlägt Alarm: ÖVP, Grüne und Bürgerliste würden sich jetzt als „Wegelagerer und Raubritter“ betätigen. Im gesamten Gemeindegebiet sollen bis zu 15 fixe Radarboxen aufgestellt werden, wobei immer nur drei (wechselweise) die Geschwindigkeit messen sollen. Ausschlaggebend seien „dubiose Geschwindigkeitsmessungen“ einer privaten Firma, die jetzt auch den Zuschlag für das Projekt bekommen habe. „Die Überwachung des fließenden Verkehrs ist Sache der Exekutive. Hier handelt es sich um reine Abzocke und Schikane für die Autofahrer“, kritisiert Zeimke.

Kritik, die Bürgermeister Maximilian Titz (ÖVP) in keinem Punkt nachvollziehen kann: „Wir haben aus mehreren Straßen massive Beschwerden der Bevölkerung über Geschwindigkeitsüberschreitungen erhalten.“ Darum seien die Messungen überhaupt erst durchgeführt worden. Ergebnis: Rund 80 Prozent seien viel zu schnell unterwegs, zum Teil mit mehr als 90 km/h in 50er-Zonen.

„Tatsache ist, dass maximal sechs Boxen aufgestellt werden sollen, wovon immer nur zwei gleichzeitig bestückt sind“, betont Titz. Und bevor es so weit sei, müsse erst noch das Kuratorium für Verkehrssicherheit die Messungen bestätigen und festlegen, wo die Radarboxen hinkommen sollen, sowohl auf Bundes-, Landes- als auch Gemeindestraßen.

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