In diesem Buchverlag ist der (Ohr-)Wurm drin’

Mit Ohrwurm Bakabu startete Philosoph Ferdinand Auhser seine Karriere als Kinderbuchautor. Jetzt leitet er seinen eigenen Verlag, der stetig wächst.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 05:49
Lesezeit: 2 Min
Vermes aus Tulln - In diesem Buchverlag ist der (Ohr-)Wurm drin’
Ferdinand Auhser gründete den Vermes Verlag, der mit einem stetig wachsenden Angebot an Kinderbüchern aufwarten kann; der Bakabu-Tonie (links im Bild nur die Figur ohne Lautsprecher) verkaufte sich mehr als 45.000 Mal.
Foto: Vermes Verlag (Bakabu) bzw. Roland Renner (Auhser)

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Der Bakabu-Tonie (im Bild nur die Figur ohne Lautsprecher) verkaufte sich mehr als 45.000 Mal.
Foto: Vermes Verlag

Im Februar 2016 berichtete die NÖN erstmals über „Hör zu, Bakabu“. Dabei handelt es sich um eine Hörbuchreihe zur sprachlichen Frühförderung mit Musik, die der Tullner Philosoph und Autor Ferdinand Auhser gemeinsam mit dem Tullner Komponisten und Musiker Arthur Lauber ins Leben gerufen hatte.

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Heute, knapp sechs Jahre später, leitet Auhser seinen eigenen Verlag. Bakabu, der niedliche blaue Ohrwurm, ist dabei nicht nur nach wie vor ein Hauptthema in der Produktreihe, sondern auch im Firmennamen verewigt.

„Als es darum ging, einen passenden Namen für den Verlag zu finden, kam ich auf Vermes, also Latein für Würmer“, erinnert sich Auhser.

Die ersten Hörbuchbände waren noch in einem eigens dafür gegründeten Verein veröffentlicht worden. Seit Ende 2016 gibt es den Verlag. „Das lief noch einige Zeit parallel, aber sukzessive hat der Verlag alle Rechte übernommen“, sagt der Tullner Unternehmer.

Christian Tramitz spricht den Ohrwurm

Bakabu ist mittlerweile nicht nur Held zahlreicher Lern-, Hör- und Kinderbücher, sondern es gibt ihn ganz zeitgemäß auch als „Tonie“. Dabei handelt es sich um Figuren, die auf speziellen würfelförmigen, besonders kindgerechten Abspielgeräten das Abspielen von Musik oder Hörspielen auslösen.

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Neuester Hörbuch-Streich des blauen Ohrwurms: „Bakabu und das Osterlied-Ei“, gelesen von Christian Tramitz.
Foto: VermesVerlag

„Dieses Lizenzprodukt ist ein irrer Erfolg. Unser Bakabu-Tonie ist im März 2021 erschienen und hat sich bereits mehr als 45.000 Mal verkauf“, berichtet Auhser. Vorgelesen wird Bakabu übrigens von einem Publikumsliebling aus Deutschland, dem Schauspieler Christian Tramitz (bekannt u.a. ausder Serie „Hubert und Staller“, für die wiederum Auhser bereits eine Folge schrieb, aber das ist eine andere Geschichte).

Zurück zum Vermes Kinderbuchverlag: Der veröffentlicht mittlerweile weitere Autoren, zuletzt etwa „Pinne, Necke, Torch“ von „Selfman“ Andreas Steppan und Susanne Wechdorn und im brandneuen Frühlingsprogramm „Korad oder warum nicht alle Krokodile gleich sind“ von Christian Stejnar und David Hüttner oder „Tim, der Schmetterlingsforscher“ von Marion Jaros und Judith Vrba.

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Ferdinand Auhser gründete den Vermes Verlag, der mit einem stetig wachsenden Angebot an Kinderbüchern aufwarten kann.
Foto: RolandRenner

„Alle unsere Publikationen werden übrigens klimapositiv bei Gugler in Melk gedruckt“, betont Auhser. Neben Vermes gibt es auch noch die Vermedia und Vermevent.

Mit Vermedia produziert Auhser für das ORF Kinderfernsehen vorerst acht Bakabu Animationsvideos (mit Unterstützung des Bildungsministeriums und des Landes NÖ), die ab Mai gesendet werden sollen.

Außerdem arbeitet die Firma an neuen Figuren für das österreichische Parlament. Eule Polli und Kater Kelsen sollen Kindern auf spielerische Weise das demokratische Prinzip näher bringen.

Bei Vermevent wiederum touren Schauspieler mit Bakabu-Stücken durch Kindergärten in Wien und Niederösterreich, ab Herbst sogar durch ganz Österreich. „Es läuft ganz gut“, sagt Auhser.