Bauland für Jungfamilien in Grafenwörth. Umwidmungsverfahren sollen bald den Bau von Eigenheimen ermöglichen.

Von Günter Rapp. Erstellt am 25. Januar 2021 (03:23)
Im Anschluss an den Sonnenblumen- und Mohnblumenweg in Feuersbrunn soll schon bald neues Bauland entstehen.
Rapp

Die historisch niedrigen Zinsen haben die Gemeinde veranlasst, eine Überprüfung aller Kredit- und Leasingverträge der Gemeinde durchzuführen. „Mit den neuen Konditionen konnte eine wirtschaftliche Gesamtersparnis von rund 56.000 Euro erzielt werden“, freut sich Bürgermeister Alfred Riedl. Der Antrag auf Abschluss der neuen Verträge wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat das Budget für 2021 mit den darin vorgesehenen Projekten genehmigt. Der Prüfungsausschuss hat die Finanzen der Gemeinde geprüft und keine Mängel festgestellt.

„Dringendster Bedarf an Bauplätzen sollte abgedeckt werden können.“ Reinhard Polsterer Vizebürgermeister

Die große Nachfrage und zahlreiche Voranmeldungen für Bauland hat die Gemeinde zu Gesprächen mit Grundbesitzern in Feuersbrunn und Grafenwörth veranlasst, um Flächen für Baulanderweiterungen zu schaffen. Mit drei Grundbesitzern konnte zu den üblichen Konditionen ein Vertrag abgeschlossen werden. Bürgermeister Riedl ergänzt: „In den nächsten Monaten soll das Umwidmungsverfahren durchgeführt werden, um jungen Familien die Möglichkeit zum Bau eines Eigenheimes zu bieten.“

Das neue Bauland in Feuersbrunn wird südlich des Himmelreichs, in Verlängerung des Sonnenblumen- und Mohnblumenwegs entstehen. Vizebürgermeister Reinhard Polsterer: „Wir werden zwar nicht alle Wünsche erfüllen können, aber den dringendsten Bedarf an Bauplätzen sollten wir abdecken können.“

Seit Jahren versucht die Marktgemeinde, zusätzliche Rückzugsflächen für die Tier- und Pflanzenwelt in den landwirtschaftlich genutzten Fluren zu schaffen. In Kooperation mit den Landwirten werden Grundstücke so getauscht, dass zwischen den bewirtschafteten Feldern Ökostreifen mit einigen Metern Breite entstehen. Um Tauschflächen für die Erweiterung des bestehenden Biotopverbundes zu erhalten, hat die Marktgemeinde ein Grundstück angekauft. Heuer sollen nun Gespräche mit Grundbesitzern zur Situierung der neuen Ökoflächen folgen.