Für süßes Leben in Zeiten der Pandemie. In Tulln werden täglich 12.000 Tonnen Rüben verarbeitet. Der Hygienestandard ist generell hoch, wurde jetzt aber noch weiter angehoben.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 20. November 2020 (04:00)
Haufenweise liegen die Rüben zur weiteren Verarbeitung im Tullner Werk auf Lager. Der Zuckergehalt liegt aufgrund der starken Regenfälle mit 15,5 Prozent etwas unter dem mehrjährigen Durchschnitt.
Peischl

Der zweite Lockdown hat begonnen, die Weihnachts- und Backsaison steht vor der Türe. Damit wird die Nachfrage nach Zucker aus dem Lebensmitteleinzelhandel steigen.

Die Zuckerfabrik Tulln wiederum wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, diese Nachfrage zu befriedigen. „Die Produktion läuft voll und gerade die Zuckerverpackung ist entsprechend gut ausgelastet“, bestätigt Josef Eisenschenk, Geschäftsführer der Agrana Zucker Gmbh.

Mund-Nasen-Schutz und Desinfektion sind auch in den Kontrollräumen der Tullner Zuckerfabrik Pflicht.
AGRANA

Die heurige Rübenkampagne startete Anfang Oktober und soll bis zirka Mitte Jänner abgeschlossen werden. Die Hektarerträge liegen bei einer Rübenerntefläche von 26.000 Hektar zwischen 82 und 84 Tonnen je Hektar, also deutlich höher als der langjährige Durchschnitt von 72 Tonnen je Hektar. Ausschlaggebend dafür waren außergewöhnlich vorteilhafte Vegetationsbedingungen während der Sommermonate. „Wir rechnen heuer in Österreich mit einer Erntemenge von 2,1 Millionen Tonnen“, sagt Eisenschenk.

In der Zuckerfabrik Tulln werden täglich durchschnittlich rund 12.000 Tonnen Rüben verarbeitet. Der Zuckergehalt liegt aufgrund der starken Regenfälle mit 15,5 Prozent etwas unter dem mehrjährigen Durchschnitt.

Hygienemaßnahmen weiter verschärft

Nicht nur, aber umso mehr, in Zeiten der Coronakrise haben im gesamten Werk Sicherheits- bzw. Schutzmaßnahmen in Bezug auf Gesundheit und Hygiene höchste Priorität. Deshalb wird der Kontakt der Mitarbeiter bzw. deren räumliche Nähe so gut wie möglich reduziert, um die Wahrscheinlichkeit einer etwaigen Ansteckung zu minimieren.

„Als Produzent von Nahrungsmitteln sind wir generell einen hohen Hygienestandard gewöhnt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurde dies nochmals verschärft“, betont Eisenschenk. Das heißt, es wurden zusätzlich spezielle Sicherheitsmaßnahmen getroffen, wie beispielsweise eine kontaktlose Schichtübergabe, die physische Trennung von Arbeitsplätzen, die Reduzierung von Fremdfirmen in den Werken und last but not least eine Tragepflicht von Mund-Nase-Schutzmasken.