Region Wagram für nach Krise gerüstet. Regionale Nahversorgung ist der Regionsführung unter Obmann Aigner schon seit Jahren ein besonderes Anliegen.

Von Günter Rapp. Erstellt am 07. April 2020 (03:44)
Stefan Czamutzian (l.) und Regionsobmann Franz Aigner setzen sich vehement für die regionale Nahversorgung ein.
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„Die Krise zeigt auf: Regionalität, lokales Handeln und soziales Miteinander sind wichtiger denn je“, sagt Franz Aigner, Obmann der Region Wagram. „Und genau diese Regionalität wird von uns schon seit Jahren forciert.“

Auch die Region Wagram ist von der Umsetzung der aktuellen Maßnahmen betroffen. Dabei geht es aber nicht nur um die Situation heute, sondern auch um einen bewussten Blick in die Zukunft der Region. Aktuell in der Krise entstehen plötzlich Dinge, die bis vor Kurzem kaum vorstellbar gewesen wären. Gastronomie, Handel oder Winzer haben innerhalb kurzer Zeit regionale Lieferservices eingerichtet. Soziale Initiativen entstehen und die Nachfrage nach regionaler Nahversorgung steigt nicht nur in den sozialen Medien.

„Die Krise zeigt auf: Regionalität, lokales Handeln und soziales Miteinander sind wichtiger denn je“

Glaubt man Zukunftsforschern wie Matthias Horx, wird es nach der Krise eine Rückbesinnung auf grundlegende Werte geben. Regionale Lieferketten, lokales Handeln und soziales Miteinander rücken in den Vordergrund, sei es direkt oder digital. „Die Region Wagram scheint auf diese neuen Anforderungen gut vorbereitet zu sein“ ist auch Stefan Czamutzian, Manager der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Wagram. Es gibt konkrete Projekte gemeinsam mit regionalen Partnern, darauf kann in und nach der Krise zurückgegriffen werden.

So wurde bereits ein regionaler Einkaufsführer erstellt, der die zahlreichen Nahversorger wie Bäckereien, Ab-Hof-Verkäufer oder Imkereien auflistet und online abgerufen werden kann. Auch ein Reparaturführer mit regionalen Handwerksbetrieben steht zur Verfügung. „Diese Betriebe haben jetzt geschlossen oder nur einen Notbetrieb, aber gerade nach der Krise sollten wir uns auf ihr Angebot besinnen“, ruft Aigner dazu auf, regional einzukaufen.

Auch der positive Effekt auf das Klima durch weniger Flugverkehr oder Industrie wird immer wieder medial erwähnt. „Als Klima- und Energiemodellregion setzen wir auf langfristige und nachhaltige Projekte wie die lokale Produktion von sauberer Energie aus Photovoltaik“, betont Stefan Czamutzian.

Die Frühjahrsausgabe des Regionsmagazins „Neuland“ soll Mitte April in den Haushalten sein. „Wir haben sie bewusst unter das Thema „Achtsamkeit“ gestellt“, erklärt Aigner. Der achtsame Umgang untereinander und mit der Umwelt ist in Zeiten der Krise und danach wichtig. „Wir alle betreten durch diese Krise Neuland, jedoch auf einem soliden regionalen Fundament“, so Aigner.