Viel Lob für Massentests im Bezirk Tulln. Die Bürgermeister des Bezirks ziehen eine positive Bilanz. Rund 30 Tests waren positiv. Permanente Teststraßen sollen an mehreren Standorten im Bezirk entstehen.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 19. Januar 2021 (16:29)
Symbolbild
dpa

Die Gemeinden konnten die logistische Herausforderung abermals meistern – die Bürgermeister des Bezirks ziehen hochzufrieden Bilanz über den zweiten Massentest, der vergangenes Wochenende stattgefunden hat.

„Es ist sehr erfreulich, dass die Massentests erneut reibungslos, in guter Stimmung und mit viel Miteinander der Helfer und Bürger bestens funktioniert haben“, dankt Tullns Stadtchef Peter Eisenschenk allen Beteiligten. 5.437 Testungen wurden in der Bezirkshauptstadt durchgeführt – „das bedeutet eine Beteiligung von rund 30 Prozent und entspricht in etwa den Zahlen vom Dezember“, heißt es seitens der Stadtgemeinde. Neben den Massentests führt Tulln in Eigeninitiative Antigen-Tests durch, die sich insbesondere an Personen mit Symptomen richten. Bilanz seit Anfang Oktober: 3.111 Tests, von denen 157 positiv waren – das entspricht einer Quote von etwa fünf Prozent. Bei den Flächentests am Wochenende war ein wesentlich geringerer Anteil positiv: drei Tests, also etwa 0,055 Prozent.

„Besser hätt’s nicht funktionieren können“

In Atzenbrugg ließen sich mehr als 1.200 Bürger testen. Der Massentest habe „ohne Stress und ohne Stau wirklich super geklappt“, lobt Bürgermeisterin Beate Jilch. Und: „Die Leute haben gewusst, wie’s geht und haben sich gefreut, dass wir die Tests wieder anbieten.“ Besonders freut sich die Ortschefin, dass Atzenbrugger, die beim ersten Test verhindert waren, zum zweiten Test gegangen sind, und dass mehr Jugendliche das Angebot angenommen haben.

Ebenso „rundum zufrieden“ ist Alfred Riedl, Bürgermeister von Grafenwörth, wo sich 1.287 Personen testen ließen: „Besser hätt’s nicht funktionieren können.“ Unter den freiwilligen Helfern habe eine tolle Stimmung geherrscht, auch den Bürgern dankt der Ortschef: „Es ist eine wunderschöne Sicht auf die Zivilgesellschaft, wenn man sieht, dass da so viele mithelfen wollen.“

3.046 Tests wurden in St. Andrä-Wördern durchgeführt

 „Der Massentest hat problemlos funktioniert“, lobt Bürgermeister Maximilian Titz, „die Feuerwehr hat den Strom perfekt gelenkt und die Arbeiter haben alles toll organisiert.“ In Sachen Corona-Bewältigung plant die Gemeinde bereits voraus. Nächster Schritt: Impfungen. Und hier soll vor allem älteren Bürgern unter die Arme gegriffen werden. Titz: „Wir helfen, wo geht. Herrschaften, die kein Internet haben, können sich per Telefon oder vor Ort an das Bürgerservice wenden. Wir helfen bei der Anmeldung und beim Zettel-Ausfüllen.“

Zurück zum Massentest: Im ganzen Bezirk kamen laut Online-Dashboard des NÖ Notrufs rund 29.000 Personen zum Test, 31 Ergebnisse fielen positiv aus. Eine Testmöglichkeit für jeden soll künftig auch abseits der niederösterreichweiten Großaktionen bestehen: Die Bürgermeister des Bezirks planen permanente Teststraßen an drei bis sechs Standorten im Bezirk. Die Gespräche zwischen den Gemeinden laufen derzeit im Endspurt.