Bürgermeisterin gewählt: 16 Stimmen für Török. Die konstituierende Sitzung in Zwentendorf entwickelte sich holprig. Die Sitzung wurde einmal von der ÖVP und einmal von der SPÖ unterbrochen.

Von Maria Knöpfl. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:09)
Der neue Gemeinderat von Zwentendorf mit den Geschäftsführenden (vorne) Michael Grubmüller, Rudolf Maurer, Peter Weibold, Bürgermeisterin Marion Török, Vizebürgermeister Johann Horst Scheed, René Strametz, Manfred Bichler und Jürgen Steindl.
Knöpfl

Bei der konstituierenden Sitzung wurden 23 Gemeinderäte (14 SPÖ, 8 ÖVP, 1 NEOS) vom Altersvorsitzenden Peter Weibold angelobt. Werner Rosenstingl und Christian Marx übernahmen die Aufsicht der Wahlen des Gemeindevorstandes, die geheim und mit Stimmzettel erfolgten. Marion Török wurde mit 16 gültigen und 7 ungültigen Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt, sie nahm die Wahl an.

Die ÖVP stellte den Antrag, die Anzahl der geschäftsführenden Gemeinderäte auf 8 zu erhöhen. Als Begründung wurde der Zugewinn eines ÖVP-Mandates sowie das immer umfangreicher werdende Aufgabengebiet der Gemeinde genannt. Dieser Antrag wurde mehrstimmig abgelehnt. Ebenso mehrstimmig abgelehnt wurde ein weiterer ÖVP-Antrag auf zukünftig zwei Vizebürgermeister.

Das weitere Wahlprozedere wurde durch zwei Unterbrechungen geprägt. Die SPÖ Mandatare Johann Horst Scheed, Manfred Bichler, Rene Strametz, Peter Weibold und Jürgen Steindl wurden mehrstimmig zu geschäftsführenden Gemeinderäten gewählt. Die Wahl der beiden von der ÖVP nominierten Mandatare musste teilweise wiederholt werden. Während Rudolf Maurer mit 19 Stimmen gewählt wurde, fielen auf Sylvia Hauber 12 Stimmen und auf Michael Grubmüller 11 gültige und 12 ungültige Stimmen. Sylvia Hauber nahm die Wahl nicht an. Bei der Wahlwiederholung wurde Michael Grubmüller mit 15 Stimmen zum geschäftsführenden Gemeinderat gewählt. Letztendlich wurde Johann Horst Scheed mit 18 Stimmen zum Vizebürgermeister gewählt, er nahm die Wahl an. Den vorgeschlagenen Nominierungen in die sieben Ausschüsse wurde einstimmig zugestimmt.

Ein interessantes Detail am Rande: In Vorgesprächen zwischen SPÖ und ÖVP und auch während der Sitzung wurde ein gemeinsamer Heurigenbesuch vereinbart. Schlussendlich kamen die SPÖ-Mandatare nicht, die ÖVP war allein beim Heurigen.