Ex-Gemeinderat übt Kritik an Bauprojekt. Der von einer Jury mit Gemeinderäten entschiedene Entwurf wurde im Oktober 2018 der Bevölkerung vorgestellt.

Von Maria Knöpfl. Erstellt am 04. August 2019 (04:46)
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Der Entwurf des Bauprojektes, das in vier Teilen stattfinden soll.

Die Marktgemeinde plant einen Rathausumbau, Erweiterung der Neuen Mittelschule, Vergrößerung des Musikheims und Neugestaltung des Museums. Eine Jury aus Gemeinderäten, Bürgermeister und Bausachverständigen stellte das Projekt öffentlich vor.

Gemeinderat a.D. Heinrich Feketitsch, ÖVP, sandte an die Mitbürger im Gemeinderat ein Schreiben über den in seinen Augen „völlig unnötigen Zubau zum Rathaus“. Feketitsch sieht keine Notwendigkeit einer Erweiterung. „Nach langem Wehren gegen eine wirkliche Attraktivierung des Rathausplatzes hat man diesen um einen Millionenbetrag in Ostblockmanier ,hergerichtet‘. Jetzt macht man daraus wieder eine Großbaustelle“, prangert der Ex-Gemeinderat an. Und weiter: „Ich appelliere an alle, sich das noch einmal genau zu überlegen, so lange noch Zeit ist und zumindest nicht für diesen Unsinn zu stimmen.“

Bürgermeisterin Marion Török (SPÖ) reagiert auf die harsche Kritik: „Ich versichere, dass sich Experten und die Mitglieder des Gemeinderates vertieft mit der Gesamtsituation auseinandergesetzt haben.“ Das Engagement und die Meinung von Feketitsch erkenne die Ortschefin an, aber es sei „sehr bedauerlich, dass Projekte am Papier vorab so schlecht gemacht werden.“

Das Projekt wurde in der Ära von Altbürgermeister Hermann Kühtreiber (SPÖ) ausgeschrieben. Die Vorwürfe lässt Kühtreiber nicht auf sich sitzen: „Da geht es, so wie schon bei Volksschule, Hallenbad und Rathausplatz, um pure politische und persönliche Kritik.“