Rathausprojekt in vier Teilen. Zwentendorfer Gesamtplan für Neue Mittelschule, Musikheim, Heimatmuseum und Rathaus wurde präsentiert.

Von Maria Knöpfl. Erstellt am 27. November 2019 (04:30)
Der Innenhofdes vierteiligenBauprojektes in Zwentendorf.
Architektin

Genau ein Jahr nach der Präsentation des Siegerprojektes des EU-weiten Architektenwettbewerbs für die Gebäudeadaptionen von Neuer Mittelschule, Musikheim, Heimatmuseum und Rathaus stellten Bürgermeisterin Marion Török und Architektin Katharina Maul im Donauhof den anwesenden Bürgern den Gesamtplan vor. Dieser wurde davor im Gemeinderat und im Bauausschuss beschlossen. „Wichtig war mir, unseren Bürgern nochmals und ausführlich den Prozess zu zeigen, wie dieser Plan zustande kam,“ so Marion Török.

„Wichtig war mir, unseren Bürgern nochmals und ausführlich den Prozess zu zeigen, wie dieser Plan zustande kam"

Die Begründung des Bauvorhabens ist: Die Ganztagesklassen in verschränkter Form in der Neuen Mittelschule erfordern ein höheres Raumangebot. Das Musikheim platzt aus allen Nähten und Obmann Christian Kaufmann sprach sich für einen Verbleib im Zwentendorfer Zentrum aus. Das Rathaus entspricht nicht mehr den Anforderungen einem modernen, effizienten und barrierefreiem Bürgerservice und ist zu klein für die Aufgaben einer Gemeindeverwaltung. Das Heimatmuseum benötigt einen adäquaten Präsentationsraum für die Zwentendorfer Geschichte.

Bei einem Bauvorhaben von sechs Mio. Euro netto musste ein EU-weiter Architektenwettbewerb, zu dem ein Vergabeexperte hinzugezogen wurde, ausgeschrieben werden. Ein Preisgericht, bei dem Direktor Franz Rabl, Obmann Christian Kaufmann, Altbürgermeister Hermann Kühtreiber und GGR Rudolf Maurer ein Stimmrecht hatten, entschied sich für das Gesamtkonzept des Büros der jungen Architektin Catharina Maul.

„Wir haben uns nach Analyse der baulichen Situation dazu entschieden, dass wir Elemente rückbauen und durch Zubauten einen neuen Marktplatz vor der Kirche entstehen lassen, um den sich die Bauten gruppieren,“ beschreibt Katharina Maul das Gesamtkonzept, welches sie mit einer alten Ansicht aus dem Jahre 1930 untermalt. Das Denkmalamt begrüßte diesen Ansatz in einer Vorbesprechung. In der einjährigen Planungsphase wurde dieses Konzept im Bauausschuss geprüft, Adaptionen in Hinblick auf eine gute Nutzertauglichkeit mit optimalen Abläufen durchgeführt und kritische Meinungen der Zwentendorfer eingearbeitet. Die Pläne sind im Rathaus ausgehängt.

„Wir haben uns nach Analyse der baulichen Situation dazu entschieden, dass wir Elemente rückbauen und durch Zubauten einen neuen Marktplatz vor der Kirche entstehen lassen, um den sich die Bauten gruppieren“

Bis Ende 2019 sollen alle Bewilligungsverfahren abgeschlossen sein. Die Gemeindeverwaltung zieht mit März/April 2020 in das Rablhaus im Zentrum.

Für den Parteienverkehr werden im hinteren Bereich Container aufgestellt. Der Musikverein zieht interimistisch in die Volksschule. Das Heimatmuseum siedelt in das Verwaltungsgebäude des AKWs.

Der Bauzeitplan richtet sich nach den Terminen der NMS. Die Baustelle soll mit Herbst 2021 abgeschlossen sein.

„Ich bevorzuge einen modernen durchdachten Kubus gegenüber einer pseudohistorischen Mischung,“ brachte Maria Althann, die unmittelbare Anrainerin im Althann’schen Schloss, die Diskussion zu guter Letzt auf den Punkt.