Mit Pauken und Trompeten. MUSIK / Die Jugend- und Stadtkapelle mit ihren beiden Orchestern und über hundert Musikern stellt heute einen der wichtigsten Kulturträger der Stadt Herzogenburg dar.

Erstellt am 03. Juli 2012 (09:13)
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VON HANS KOPITZ

HERZOGENBURG / Gegründet als „Blasmusikverein Herzogenburg“ im November 1989, stellt die Jugend- und Stadtkapelle mit ihren zwei Orchestern heute einen wichtigen Kulturträger dar.
Christa Wegscheider gründete mit Kapellmeister Franz Heigl vom Musikverein Sitzenberg-Reidling den Blasmusikverein.
Große Unterstützung - zum Beispiel einen Bus für die Ausrückungen - erhielt der Verein von Anfang an durch die Stadtgemeinde, sehr rasch konnte ein großer Stock an Instrumenten aufgebaut werden. Anlässlich des 50. Geburtstages des damaligen Bürgermeisters Franz Rupp erhielt die Kapelle eine eigene Tracht. Bereits 1991 gab es das Bezirksmusikfest.
Entscheidend veränderte sich das Vereinsleben, als Kapellmeister Heigl verstarb. Der damals erst 19-jährige Franz Huss junior wurde Kapellmeister, dadurch entstanden erste Kontakte zur Jugendblaskapelle Fladnitztal. Die Musiker aus Sitzenberg-Reidling verließen großteils die Stadtkapelle, die entstehende Lücke konnte mit Musikerkollegen aus Oberwölbling und Umgebung geschlossen werden.

Inzwischen hatte es einen Obmannwechsel gegeben und Willi Kaufmann übernahm die Geschicke des Vereines. Als er jedoch überraschend starb und Huss zurücktrat, verpflichtete Bürgermeister Anton Rupp den Musikschullehrer Sandor Balogh als Kapellmeister. Franz Kopatz leitete bis 2009 den Verein als Obmann.
Im Jänner 2000 verließ Balogh die Kapelle und Werner (Schnacki) Schnabl übernahm das Kapellmeisteramt. Dessen Kontakte zur Wolfgang-Lindner-Band, zur Kremser 84er-Regimentskapelle sowie zur Stadtkapelle Wilhelmsburg halfen der Stadtkapelle.

2001 wurde Alfred Zederbauer, Lehrer an der Musikhauptschule, als Mitglied geworben. Er setzte sich für intensive Jugendarbeit ein und entwarf ein langfristiges Konzept zur Entwicklung einer funktionsfähigen Stadtkapelle. 2002 gründete er die Jugendkapelle, nach einem Jahr Arbeit konnten die ersten Jungmusiker in die Stadtkapelle übernommen werden.
Im Jahr 2004 konnte Willi H. Wltschek für die Jugendkapelle gewonnen werden.
Intensivste Jugendarbeit mit Teilnahme an Kammermusikbewertungen, Beschickung der Jungmusikerseminare in Wölbling, das Seminar in Zeillern, zwei Konzerte pro Jahr und vieles mehr stellen Schwerpunkte in der Vereinsarbeit dar.

Seit fünf Jahren ist die Zusammenarbeit mit der Musikschule unter der Leitung von Andreas Gallauner hervorragend.
Die Obmannschaft wechselte von Franz Kopatz zu Alfred Zederbauer.
2010 spielten in der Jugendkapelle 27 Jungmusiker, die Stadtkapelle zählte 75 Mitglieder.
Bürgermeister Franz Zwicker blickt positiv auf die Kapellen: „Sie sind ein wichtiger Kulturträger der Stadt - und die geleistete Jugendarbeit ist fantastisch!“


DER VORSTAND
Obmann: Alfred Hertlein-Zederbauer
Stellvertreter: Markus Strauss und Stephanie Mitterhofer
Schriftführer: Renate Schnabl und Sandra Gruber
Kassier: Christian Müller und Ulrike Track
Kapellmeister: Werner Schnabl, Willi H. Wltschek, Alfred Hertlein-Zederbauer