Roboter helfen dem kranken „Botguy“. HTL / Beim Robotikwettbewerb Botball musste diesmal einem „Marsmännchen“ auf die Sprünge geholfen werden. Starke HTL-Teams.

Erstellt am 17. Juni 2014 (07:30)
NOEN, HTL
Die Teams der Elektronik-Abteilung mit ihren selbst gebauten Robotern. Die HTL Hollabrunn durfte mit dem Abschneiden beim Robotikwettbewerb wieder zufrieden sein. Foto: HTL

Wie bereits in den vergangenen Jahren nahm die Elektronik-Abteilung der HTL Hollabrunn auch heuer mit drei Teams am „Botball Educational Robotics Program“ teil. Den Rahmen für Botball bietet die ECER, die European Conference on Educational Robotics – eine einzigartige Fachtagung, die sich an Schüler richtet, aber dennoch wissenschaftliche Ansprüche erfüllt.

Einführungsworkshop in Hollabrunn, Finale in Wien

Der kleine rote Botguy, das Maskottchen des Roboter-Wettbewerbs, kann nicht mehr laufen. Der lange Raumflug zum Mars und retour hat ihn zu sehr geschwächt. Also braucht Botguy Hilfe und die sollen schlaue Roboter leisten. So lautete die Aufgabe für die Schüler beim weltweiten Botball-Bewerb 2014.

Wenn Botguy auf dem Boden liegt, muss ihn der Roboter finden, hochheben und auf eine „Trainingsbank“ setzen, einen blauen Würfel. Der Roboter soll selbstständig und nicht ferngesteuert arbeiten. Sein Startzeichen ist ein Lichtsignal, dann bleiben ihm genau 120 Sekunden Zeit.

Der Einführungsworkshop dazu fand im Jänner an der HTL in Hollabrunn statt. Das Finale des Botball-Wettbewerbs für alle europäischen Teams ging am TGM in Wien über die Bühne. 18 Mannschaften aus Österreich und Deutschland trafen aufeinander, darunter auch ein reines Mädchen-Team.

Dritter Platz für die „Splash Robotics“ 

Das Team „Splash Robotics“ (Florian Mötz, Raphael Fleischmann, Fabian Dorner und Bernhard Prinz) der 3BHEL drang dabei beim „Double Elimination“-Wettbewerb bis ins Semifinale vor und belegte schließlich den dritten Platz. In der Gesamtwertung des Wettbewerbs errang das Team, das deutlich jünger als die Konkurrenz war, den starken fünften Platz. Es reichte bei der Konferenz auch ein eigenes wissenschaftliches Papier ein, das in englischer Sprache präsentiert, und von der Jury sehr gelobt wurde.

Das Team „ARM Bots“(Andreas Spannagl, Hartwig Bauer, Tobias Piskula und Michael Köfinger) der 4AHEL und das Rookie-Team „Storm Robotics“ (Samuel Riha, Bernhard Mosgöller und Andreas Fuchsberger) der 2BHEL erreichten das Viertelfinale beim „Double Elimination“-Wettbewerb. Die ARM Bots wurden außerdem mit dem „Judges Choice Award“ ausgezeichnet.


Botball:

Botball ist ein amerikanischer Robotikwettbewerb, der Schüler für die Technik begeistern will. Jedes Team bekommt einen Bausatz, der rund 1.300 Elemente enthält, darunter Metallteile, Motoren, Prozessoren, Sensor-Elemente, gute alte Lego-Bausteine und eine 3D-Kamera.