Lehrer auf vier Pfoten. Labrador-Dame Inka besucht Volksschule Albrechtstraße einmal in der Woche. Durch Umgang mit Hund verbessert sich Umgang der Schüler untereinander.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 06. Mai 2015 (12:45)
NOEN, Wagner
Albrecht-Volksschülerin Angelina hat selbst keinen Hund. Umso mehr genießt sie die Therapiestunden, bei denen sie mit Labrador-Dame Inka kuscheln darf.

Angelina besucht die 1. Klasse der Volksschule Albrechtstraße. Seit zwei Jahren wohnt die Russin mit ihrer Familie in Klosterneuburg. Anfangs kämpfte das Mädchen mit der deutschen Sprache.

Dann kam Inka, eine schwarze Labrador-Dame ins Spiel: Seit September nimmt die Erstklässlerin an den hundegestützten Pädagogik-Stunden an der Schule teil und prägt sich so in gemütlicher Atmosphäre neue Vokabeln ein. Denn mit Fragen wie „Womit spielt Inka gerne?“ oder „Was frisst sie am liebsten?“ wird das Lernen von neuen Wörtern zum Kinderspiel. In wenigen Monaten machte die Schülerin enorme Fortschritte und spricht nun fast akzentfrei.

Hündin Inka hilft 20 Albrecht-Schülern

Angelina ist aber nicht die Einzige, der Inka geholfen hat. Insgesamt betreut Tiertherapeutin Uli Schwarz mit ihrer Hündin etwa 20 Schüler der Albrecht-Volksschule: „Inka bringt den Kindern viel Freude“, weiß Schwarz.

Aber nicht nur der Spaß-Faktor spielt eine große Rolle. Durch den Umgang mit dem Vierbeiner verbessert sich nämlich auch der Umgang der Kinder untereinander. Sie lernen einander zu respektieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen – so wie sie es auch bei Inka beim Streicheln oder Ballspielen tun müssen.

"Selbstbewusstsein wird enorm gestärkt"

Beim Parcour, durch den die Schüler den Labrador mit einem Leckerli führen, erwerben sie feinmotorische Fähigkeiten. Und noch einen wichtigen Punkt sieht Schwarz: „Das Selbstbewusstsein der Kinder wird enorm gestärkt.“

Direktorin Britta Nahrgang hat selbst erlebt, wie Inka die Schüler und Schülerinnen beeinflusst: „Nach der Stunde sind die Kinder im Unterricht ruhiger und ausgeglichener.“