Zeitzeugin Ruta Wermuth zu Gast. Ruta Wermuth, geboren 1926, hat ein Buch geschrieben, welches auf Deutsch "Im Mahlstrom der Zeiten" heißt. In der HLM HLW Krems erzählte sie über ihre bewegte Vergangenheit.

Erstellt am 11. Juli 2011 (08:45)
NOEN
Die jüdisch polnische Familie wurde 1942 nach Belzec deportiert, die damals 13-jährige Ruta wurde von ihren Angehörigen aus dem Todeszug geworfen und hat in Wäldern, Bahnhöfen, Bauernhöfen Verstecke gesucht. Sie konnte überleben, indem sie unter falschem Namen eine „polnische" Zwangsarbeiterin in Deutschland und im Elsass wurde. Der Großteil ihrer Familie wurde ermordet, nur ein Bruder, den sie nach über 50 Jahren wieder getroffen hatte, überlebte in England. Das ist in Kurzform der unfassbaren Geschichte einer starken Frau, die es sich zum Ziel gesetzt hat als eine der wenigen, noch lebenden ZeitzeugInnen unermüdlich für die Wahrheit einzutreten. In unserer Schule hat sie das sehr eindrucksvoll in der vierten Klasse HLM gemacht. Nach einem Vortrag über ihr langes Leben hatten die interessierten Schülerinnen die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Frau Wermuth hat die Schülerinnen dazu aufgefordert, die gehörten Erinnerungen weiterzugeben. Ihrer Meinung nach kann eine glückliche Zukunft nur aus dem Wissen über die Vergangenheit heraus gestaltet werden.