Militärgymnasiasten am 97. Internationalen 4-Tage-Marsch. Von 16. bis 20. Juli 2013 haben vier Militärgymnasiasten aus der 7a eine Marschleistung von 160 Kilometern bei dem 4 Tage-Marsch von Nijmegen absolviert.

Erstellt am 26. Juli 2013 (08:48)
Stolz Österreich zu repräsentieren beim internationalen 4-Tage-Marsch in Nijmegen
NOEN, MilRG
„Es war eine unvergessliche Erfahrung“ schildert Hannes, der die Vorbereitungsmärsche mit seinen Schulkameraden organisiert hatte. 39.396 Teilnehmer beendeten heuer erfolgreich den Marsch.
 Um die Chancen auf einen Startplatz für Erstläufer zu verbessern und eine annähernde Auslastung der Strecke zu erzielen, wurde für das Jahr 2013 die Teilnehmerzahl auf 46.000 angehoben. Damit ist der Nijmegenmarsch die größte Veranstaltung seiner Art.
Hart trainiert wurde während des Schuljahres, um nun im Sommer diesen harten Marsch absolvieren zu können. Von den 50 interessierten Militärgymnasiasten blieben dann nur noch Hannes Fichtenthal, Johannes Öllerer, Markus Gutschi und Kevin Plendl.

Am 13. war die Abfahrt in der Maria Theresien Kaserne in Wien und es ging dann in zwei Tagen über Hammelburg (D) direkt nach Nijmegen (NL). Dort wurden sie mit der österreichischen Delegation in Kojen im militärischen Camp Heumensoord untergebracht, der Montag diente als Ruhetag. Die vier wurden vom MilRG-Absolventen Wm Mischa Breithuber betreut und konnten einen weiteren Absolventen kennenlernen: Mag. Franz Rieder.

Für den Erhalt einer Auszeichnung sind vier Tagesetappen in der Länge von 40 Kilometern und die Militärs mit 10 kg Marschgepäck. Am Dienstag wurde es dann um 3 Uhr in der Früh ernst: Der erste Marschtag betrug wie die anderen rund um die 40 Kilometer. Die Strecke war für Österreicher ungewöhnlich flach, aber beeindruckend waren die Zuschauer, die bereits in den frühen Morgenstunden unterstützend am Wege standen. Die Außentemperatur war relativ warm zwischen 25 und 30°C und die holländischen Häuser waren alle festlich geschmückt. Täglich wurde 7 bis 8 Stunden marschiert. Das Gebiet, wo marschiert wurde, ist aus dem Zweiten Weltkrieg bekannt, aus der Operation „Market Garden“. Die Nacht verlief ruhig, denn am nächsten Tag war der Abmarsch um 4:15 Uhr. Die Strecke führte diesmal rund um die Stadt Nijmegen. Der dritte Tag, wo der Marsch um 4:30 Uhr begann, führte die Teilnehmer die Maas entlang rund um Malden und über die holländischen Hügeln ins Camp zurück. Der letzte Tag, wo sie am spätestens um 4:45 Uhr wegmarschierten, war der Eindrucksvollste. „Zuschauer waren ohne Ende“ schildert Hannes weiter, „auf den 160 Kilometern waren maximal 5 Kilometer, wo keiner zu sehen war!“

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NOEN, MilRG


Circa 1,5 Millionen Zuschauer verfolgen dieses Spektakel, wobei die ganze Woche Volksfeststimmung die Marschierer begleitet. Die letzte Labestation befand sich hinter einer Pontonbrücke, die als riesige Schaubühne diente und jedes Jahr ausschließlich für den Marsch verlegt wird. Kurz vor den letzten 5 Kilometern, der Via Gladiola, gab es einen Sammelpunkt für die Militärgruppen, damit sie im Schritt in Nijmegen eintrafen, manche sogar hatten ihre Militärmusik dabei. Hier bekamen die Teilnehmer die begeehrte Medaille. Beim Einmarsch war die Stimmung unbeschreiblich, von der Straßenseite, von den Balkons und sogar von den Dächern wurden den Marschierern zugejubelt: Das ganze Nijmegen wurde zu einem Volksfest. Am Ende der Parade wurden die militärischen Teilnehmer zurück ins Camp Heurensoord gefahren. Die Rückverlegung nach Wien erfolgte wie bei der Hinfahrt.

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NOEN, MilRG