Kulturzentrum mit Moschee. Am 8. Mai 2015 besuchte die Klasse 6B des Militärrealgymnasiums in Begleitung ihrer Religionsprofessorin, Frau Dr.in Mag.a Marianna Komáromi, und ihrer Klassenvorständin, Mag.a Leopoldine Tammes, das islamische Kulturzentrum in Bad Vöslau, wo sie von einer moslemischen Religionslehrerin, Frau Siddika Yilmaz, betreut wurden.

Erstellt am 18. Mai 2015 (12:10)
NOEN, MilRG
Die Schülerinnen und Schüler verließen zu Unterrichtsbeginn das MilRG in Richtung Bahnhof, um Bad Vöslau zu erreichen. Gegen neun Uhr wurde die interessierte Klasse im Verein „Türkisch-Islamische Union für Kulturelle und soziale Zusammenarbeit“ empfangen, der das Kulturzentrum mit Moschee in Bad Vöslau betreut.

Moschee als vielseitige Begegnungsstätte

Die Moschee wurde 2009 eröffnet, sie dient nicht nur den Gläubigen als Ort des Gebetes, sondern sie wird auch als vielseitige Begegnungsstätte genutzt. Sie dient als soziales, kulturelles, wissenschaftliches, pädagogisches und religiöses Zentrum. Insofern findet man im Gebäudekomplex beispielsweise Frauen-, Jugend- und Bildungsabteilungen, Seminar- und Freizeiträume, ein Restaurant und einen Lebensmittelladen mit türkischen Spezialitäten.

Die Militärgymnasiasten wurden durch die Moschee geführt. (Selbstverständlich mussten sie für diese Führung die Schuhe ausziehen - wie es den Vorschriften entspricht.) Im zweiten Stock waren die Seminarräume bzw. Klassenzimmer für die moslimischen Nachkommen, dort erlernen jene die Sprache und Inhalte des Korans, aber auch Nachhilfe wird jenen dort in einzelnen Unterrichtsgegenständen erteilt.

Anschließend ging die 6B in den Gebetsraum, wo die Schüler die Einrichtung des Gebetshauses mit Hilfe von Informationskarten entdeckten und kennenlernten. Dabei erzählte Frau Siddika Yilmaz interessante Einzelheiten, die man nicht in Lehrbüchern lesen kann.

NOEN, MilRG
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Dann lernten die Schüler in Gruppenarbeit die Grundsätze, die so genannten fünf Säulen der islamischen Religion kennen. Sie präsentierten einander ihre Ergebnisse und gemeinsam erstellten sie ein Plakat. Bei der Präsentationen wurden sie von der islamischen Religionslehrerin unterstützt.



Das Ziel dabei war es, grundlegende Kenntnisse über die islamischen Religion zu erwerben und - anstatt der Unterschiede - Gemeinsamkeiten mit der christlichen Religion zu entdecken.

Nach der Mittagspause besuchte die Gruppe noch in die katholische St. Jakobskirche in Bad Vöslau. Julian, ein ortsansässiger Schüler, stellte dort seinen Schulkameraden „seine Kirche“ näher vor.