Japan trifft BORG. Auch nach fünf Monaten als erster japanischer Austauschschüler am BORG fühlt sich Koki Shimura wohl in Österreich.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 11. Februar 2015 (13:51)
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Dass das Oberstufenrealgymnasium immer wieder Austauschschüler aus aller Welt beherbergt, ist längst nichts Neues mehr. Koki Shimura ist allerdings kein gewöhnlicher Austauschschüler, denn er möchte später als Ingenieur im Ausland arbeiten, besucht in seiner Heimat eine technische Schule und ist der erste Japaner am BORG.

Genauer gesagt stammt Koki aus der Stadt Toyota. Er kam über die Organisation YFU (Youth for Understand) und durch sein Interesse an Kultur und Landschaft nach Österreich und in Folge dessen ans BORG. Vorkenntnisse in der deutschen Sprache hatte er aber keine, bevor er im Sommer des Vorjahres sein Austauschjahr antrat. Nach fünf Monaten beherrscht er mittlerweile die wesentlichen Punkte der Sprache. BORG-Direktor Herbert Jantscher: „Zu Beginn konnte er nur nicken, wenn er mich jetzt sieht, erzählt er mir schon ganze Geschichten.“

Koki selbst fühlt sich wohl in Österreich – auch wenn er zu Beginn seines Aufenthaltes den Eindruck hatte, dass sich die Österreicher wenig für seine Herkunft interessieren. Mittlerweile habe er aber Freunde gefunden, mit denen er viel rede. Am leichtesten fallen ihm Physik und Chemie, denn in Japan habe er manche Inhalte bereits vor vier Jahren gelernt, da er dort eine technische Schule besucht hatte.

Als wesentlichsten Unterschied zwischen dem Unterricht in Japan und jenem in Österreich sieht er die Schüler-Lehrer Beziehung. Während Schüler in Japan im Unterricht nur sprechen, wenn sie aufgefordert werden, fragen in Österreich die Schüler ständig die Lehrer. Herbert Jantscher ist sich sicher, in der Schule wird den überaus netten und fröhlichen Japaner am Ende des Schuljahres keiner so leicht ziehen lassen können.