Umweltzeichen zum Pflege-Jubiläum in Raabs verliehen. Pflegeheim-Direktor Weißkirchner dankte für das Miteinander im Team. Vizebürgermeister Fischer hob Heim als größten Arbeitgeber der Gemeinde hervor.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 16. September 2017 (03:58)
Direktor Erich Weißkirchner mit Vizebürgermeister Franz Fischer, Stadtrat Karl Czudly, Nationalratsabgeordneter Martina Diesner-Wais und Bezirkshauptmann Günter Stöger.
Hannes Ramharter

Vor zehn Jahren wurde das neue Thaytalheim in Raabs errichtet. Das wurde am Freitag mit einem „Platzlkirtag“ gebührend gefeiert.

Nach einem von Stadtpfarrer Kasimir Tyrka und Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger zelebrierten Gottesdienst begrüßte Direktor Erich Weißkirchner die zahlreichen Gäste. Er dankte den Mitarbeitern für ihr Kunden-orientiertes Arbeiten und auch dafür, dass sie in letzter Zeit viele Veränderungen zugunsten der Qualitätssicherung bewältigt hatten.

Spendenübergabe aus dem Kunststoffsammelprojekt: Erich Weißkirchner, Reinhard Stark, HLW-Direktor Gerhard Hackl, Magdalena Wais, die als HLW-Schülerin das Pojekt betreut hatte, Elisabth Heiland und die stellvertretende Heimleiterin Monika Novotny.
Hannes Ramharter

„Das Miteinander“ ist am wichtigsten“, betonte er. Besonders dankte er auch allen, die immer wieder dem Heim Spenden überbringen. So konnten u.a. die Bushaltestelle und der Gartenzubau errichtet werden, die insgesamt rund 50.000 Euro gekostet haben. Rund die Hälfte der Kosten für die Haltestelle und die kompletten Kosten für den Gartenzubau stammten aus Spenden.

Sechs leben schon seit zehn Jahren im Heim

Die Leiterin Pflege und Betreuung, Emma Theurer, beschäftigte sich kurz mit einer interessanten Statistik. So leben sechs Personen bereits seit der Übersiedelung im Heim. Der älteste Bewohner ist derzeit 99 Jahre, der jüngste 59. Der Altersdurchschnitt beträgt 84,9 Jahre, insgesamt wohnen 108 Menschen im Haus. Das bisherige Rekordalter lag zweimal bei 103 Jahren.

Vizebürgermeister Franz Fischer betonte, dass das Pflegeheim der größte Arbeitgeber in der Gemeinde sei. Er hob hervor, dass das Heim auch den Kreislauf für einheimische landwirtschaftliche Produkte unterstütze, von der Heizung bis zur Verwendung regionaler Lebensmittel. Das Heim sei für die Gemeinde auch als Standort des Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) wichtig. „Es ist ein offenes Haus, in dem man auch gerne Gast ist“, schloss Fischer.

Bezirkshauptmann Günter Stöger dankte für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Bezirksverwaltungsbehörde und auch namens des Roten Kreuzes für die NEF-Stationierung.

Umweltprojekt wurde vorgestellt

Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais meinte, Wärme und Kommunikation des Himes strahlen auch nach außen aus. Beim Älterwerden würden die Menschen verschiedene Stationen durchwandern, von der Hauskrankenhilfe bis zum Aufenthalt im Heim, wo dann viele Menschen wieder richtig aufblühen. Die jüngst durchgeführte Abschaffung des Pflegeregresses sei ein Stück mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

Anschließend stellte Elisabeth Heiland, die als Freiwillige im Heim mithilft, ein Umweltprojekt vor, in dem sie im Heim und auch privat mit Gleichgesinnten Kunststoffverschlüsse gesammelt hatte und diese dank eines Projektes der HLW Yspertal und der Firma Stark auch verwerten konnte. Das Projekt erbrachte einen Reinerlös von 1.200 Euro, mit dem ein neuer Rollstuhl angekauft werden konnte. Entsorgungs-Fachmann Reinhard Stark übergab ebenfalls einen Scheck über 1.000 Euro, Vizebürgermeister Franz Fischer steuert privat die weiteren 200 Euro für einen zweiten Rollstuhl teil.

Abschließend wurde das Thayatalheim mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.