Waldvierter ergaunerte sich Stipendium . Mit manipulierten Papieren einer Krankenpflegeschule erschwindelte sich ein Waldviertler über 31.000 Euro vom AMS Waidhofen

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 27. Mai 2020 (15:10)
Symbolbild
Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)

Mit der Zulassung zu einer dreijährigen Ausbildung als allgemeiner Gesundheits- und Krankenpfleger in der Krankenpflegeschule in Stockerau klappte es für einen 34-Jährigen aus dem Bezirk Waidhofen nicht. Er absolvierte deshalb nur die einjährige Ausbildung zum Pflegeassistenten. Dem AMS Waidhofen gaukelte der Waldviertler mit manipulierten Schulpapieren vor, die geförderte dreijährige Ausbildung zu machen. Die vorgelegten gefälschten Urkunden und Beweismitteln (unter anderem Schulbesuchsbestätigungen) überzeugten das Waldviertler Amt und es gewährte ein Fachkräftestipendium. Insgesamt zahlte das AMS Waidhofen dem Waldviertler über 31.000 Euro aus.
„Nachdem das mit dem ergaunerten Stipendium so gut geklappt hat, wurden Sie gierig“, sprach die Richterin die nächste Straftat, die unberechtigte Geldforderung von 3.331 Euro des Waldviertlers für ein Praktikum in einer Seniorenresidenz, an.
Der Betrugsversuch scheiterte und brachte auch den vorangegangenen Sozialbetrug ans Tageslicht.
„Es tut mir sehr leid. Ich werde den Schadensbetrag in Raten abstottern und arbeite deshalb jetzt auch als Servicekraft. Ich möchte aber auf eigene Kosten die dreijährige Pflegeschule absolvieren und dann als Krankenpfleger arbeiten“, beteuerte der Waldviertler, und er legte ein reumütiges Geständnis ab. Der bislang unbescholtene Waldviertler wurde wegen Betruges (teils versucht) zu 15 Monaten bedingt verurteilt. Rechtskräftig.