Verspätetes Jubiläum in Waidhofen/Thaya. Sonderausstellung wurde wegen Corona mit einem Jahr Verspätung eröffnet. Zu sehen sind Andenken an Ausrückungen und Objekte aus der Kaiserzeit.

Von Michael Schwab. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:08)

Eine Wachhütte samt Schranken und einer Puppe in Bürgerkorps-Uniform empfängt die Besucher der Sonderausstellung „40 Jahre Bürgerkorps Waidhofen“ im Stadtmuseum. Von dort geht es in den Ausstellungsraum, wo zahlreiche Ausstellungsstücke auch aus der Zeit des „ursprünglichen“ Bürgerkorps aus der Kaiserzeit zu sehen sind, nebst einer Sammlung an Andenken an verschiedenste auch internationale Ausrückungen sowie an aufwendig gestalteten Schützenscheiben aus der 40-jährigen Geschichte seit der Neugründung.

Abgerundet wird die Schau von zahlreichen Fotos, auf denen man einige bekannte Gesichter aus der Geschichte Waidhofens der vergangenen Jahrzehnte wiederfindet. Die Geschichte des „privilegierten, uniformierten und bewaffneten Bürgerkorps zu Waidhofen an der Thaya“ reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Urkundlich erstmals erwähnt wurde das Bürgerkorps im Jahr 1596 als „Schützenverein“.

Die damalige Aufgabe war die Stadtverteidigung: Waidhofen wurde im 30-jährigen Krieg zwei Mal belagert (1619 und 1645), aber nie eingenommen. 1798 wurde das k. k. privilegierte, uniformierte und bewaffnete Bürgerkorps gegründet. Den Titel „k. k. privilegiert“ durfte es von 1851 bis 1918 führen. 1933 wurde das Bürgerkorps aufgelöst. In der heutigen Form besteht es seit der Wiedergründung im Jahr 1980. Die Jubiläumsausstellung hätte eigentlich 2020 über die Bühne gehen sollen, wurde aber Corona-bedingt auf heuer verschoben.

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