Caritas-Werkstatt Waidhofen wegen Coronafall gesperrt. Vorübergehend gesperrt werden musste die Caritas-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Waidhofen/Thaya: Ein Mitarbeiter war am Wochenende positiv auf Corona getestet worden.

Von Michael Schwab. Erstellt am 15. September 2020 (18:22)
Die Caritas-Werkstatt in Waidhofen mussten wegen eines positiv auf Corona getesteten Mitarbeiters vorsorglich gesperrt werden.
Michael Schwab

Rund 60 Personen kommen als potentielle Kontaktpersonen in Frage. „Das Contact-Tracing ist abgeschlossen, derzeit sind noch die Bescheiderstellung und die letzten Testungen bei Mitarbeitern und Klienten in Abstimmung mit den Behörden und dem Sanitätsstab am Laufen“, erklärt Martin Kargl von der Caritas. Der Mitarbeiter habe am Samstag von sich aus die Nummer 1450 angerufen, weil Symptome aufgetreten waren, und sei getestet worden. Am Sonntag traf dann das positive Testergebnis ein.

Je nach Risikoeinstufung der Kontakte und den Testergebnissen würden nun Quarantänebescheide ausgestellt werden – dieser Prozess sei aber noch am Laufen, weshalb man noch nicht sagen könne, wie viele Personen infiziert sind oder vorsorglich in Quarantäne müssen.

Schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb

Immerhin wird schon ab Mittwoch wieder ein eingeschränkter Betrieb möglich sein, da drei der insgesamt 18 Angestellten in Waidhofen keinen Kontakt zum infizierten Mitarbeiter hatten und daher uneingeschränkt einsatzfähig sind. Auch Klienten, die keine Quarantäne auferlegt bekommen, dürfen wieder kommen.

Von der Sperre betroffen war in Waidhofen auch die Waldrapp-Voliere. Werner Neubauer, der das Projekt betreut, ist einer der drei nicht betroffenen Mitarbeiter, und musste sich in den letzten Tagen allein um die Vögel kümmern. „Wenn ich auch ausgefallen wäre, dann wäre das eine schwierige Situation geworden. Man hätte eine Lösung finden müssen, wie die Vögel versorgt werden können“, sagt Neubauer.

Er rechnet damit, dass in den nächsten Tagen schrittweise der Normalbetrieb wieder einkehren wird. Das bestätigt auch Kargl: Die meisten Quarantänebescheide würden am kommenden Montag auslaufen, da die Bescheide rückwirkend ab dem letzten Kontakt für zehn Tage gelten.