Ehemaliges Kaufhaus Eggenberger ist Geschichte. Viele interessierte Blicke gab es in den letzten Tagen am Hauptplatz Dobersberg. Nach einer langen Zeit der Verhandlungen und Planung wurden das ehemalige Kaufhaus Eggenberger und das angrenzende Haus Weinstabl für das Projekt Junges- und Betreutes Wohnen der Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen abgerissen.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 14. Mai 2020 (16:45)

Nachdem das prominent gelegene Kaufhaus für viele noch mit Kindheitserinnerungen verbunden war, gab es entsprechend viele Zaungäste, die den Abriss beobachteten und mit ihren Kameras festhielten. Auch die ehemaligen Besitzer kamen noch einmal vorbei, um einen letzten Blick auf ihre ehemalige Wohn- und Arbeitsstätte zu werfen und so manche Erinnerung daran zu teilen. Im nächsten Jahr entsteht nun eine Anlage mit elf Wohnungen zu je 60 Quadratmetern.

900 Kubikmeter Material in zwei Wochen bewegt

„An die 900 Kubikmeter Material wurde in den letzten zwei Wochen bewegt“, erzählt der Vorstandsobmann der Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen (SGN), Martin Weber. „Dieses muss nun entsprechend deponiert werden, nur eine geringe Menge davon kann im Untergrund verbaut werden. Die Bodenverhältnisse erlauben es auch nicht, direkt aufzubauen, darum müssen die Fundierungen tiefer geführt werden und etwa eineinhalb Meter abgegraben werden.“

Corona verzögert Projekt etwas

Durch den Höhensprung am Gelände wird es ein Erdgeschoss und ein Obergeschoß geben. Von der Typologie werden alle Wohnungen gleich gebaut werden, für jede Wohnung gibt es einen Autoabstellplatz. Durch Corona habe sich der Zeitplan etwas verschoben, man rechne nun mit einer Fertigstellung im August nächsten Jahres. Obwohl die Wohnungen zu Baubeginn noch nicht vergeben waren, sei man aufgrund der Lage und des Umfeldes zuversichtlich, dass man genügend Interessenten finden werde. Die Bauweise wir ziegel-massiv sein, beheizt wird mit Fernwärme.

Bürgermeister Traxler musste Leute vertrösten

Bürgermeister Franz Traxler zeigt sich nun auch froh, dass mit den Bauarbeiten begonnen wurde: „Es kamen immer wieder Anfragen und man musste die Leute vertrösten, nun tut sich endlich etwas. Jetzt können sich die Leute überlegen, ob sie sich doch für ein betreutes Wohnen entscheiden wollen. Es gibt auch schon von Bewohnern aus anderen Gemeinden Interesse dafür.“