Erste Ideen fürs Meierhof-Areal in Raabs

Die Stützmauern der alten Schlächterei müssen bleiben. Arbeitsgruppe führte erste Gespräche, wie das Areal genutzt werden könnte.

Erstellt am 18. November 2021 | 05:11
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Baustellen-Besichtigung: Franz Fischer, Rudolf Mayer und Karl Czudly.
Foto: Karin Widhalm

Der Abriss der ehemaligen Hühnerschlachterei am Meierhof-Areal ist vollzogen, aber nicht zur Gänze. Die Stützmauern an den Felsen bleiben. „Die Gefahr besteht, dass das Hangmaterial abrutscht“, erklärt Vizebürgermeister Franz Fischer.

Er war in seiner Funktion als Vorsitzender im Ausschuss für Bauangelegenheiten mit seinem Stellvertreter Karl Czudly täglich auf der Baustelle anzutreffen. Sie haben den Statiker mehrmals hinzugezogen. Der Abriss an sich glich fast einer Sisyphusarbeit: Das Team der Stark GmbH aus Irnfritz „ist immer schön kleinweise vorgegangen“, schildert Fischer. Mitarbeiter der Steinhauser Consulting Engineers ZT GmbH waren regelmäßig vor Ort, um Schwingungsmessungen durchzuführen, damit während des Abrisses die Erschütterungen nicht zu groß werden.

Geplant ist derzeit, eine Betonwand vor den bestehenden Mauern aufzuziehen. Einerseits dient sie als Zusatz-Stütze, andererseits: „Es soll ein bisschen ein Gesicht haben“, ergänzt Czudly.

Bürgermeister Rudolf Mayer ist bewusst, dass die budgetierten Kosten nicht eingehalten werden können. „Zu den 60.000 Euro kommen noch 2.100 Euro pro Woche für die Schwingungsmessungen hinzu.“ 30.000 Euro sind für die Nachnutzung vorgesehen. „Unsere Bauhof-Mitarbeiter sind bei dem Projekt voll eingesetzt, da sparen wir wieder Geld.“

Klar ist, dass die frei gewordene Fläche der Öffentlichkeit dienen soll. Schon früher fanden dort Veranstaltungen wie das Abschlussfest des Drachenbootrennens statt. Kulturstadträtin Margit Auer arbeitet mit einer Arbeitsgruppe an einem Nachnutzungskonzept, ein erstes Treffen fand mit Interessenten aus der Raabser Wirtschaft, mit dem Verein „Wir für Raabs“ und Gemeinderäten statt. Überlegt wird, wie der Platz für größere Veranstaltungen adaptiert werden kann.

Wohnmobilabstellplätze beim Steg

„Wir wollen den Platz eher freihalten und nicht verbauen“, erzählt Auer. Ein Zelt könne bei Bedarf aufgebaut werden. „Genauere Details haben wir noch nicht besprochen.“ Die Arbeitsgruppe wollte erst abwarten, wie der Abriss verlaufen wird. Die Erteilung einer Betriebsstättengenehmigung ist außerdem eine wichtige Voraussetzung, auch um zu wissen, in welcher Größe Veranstaltungen abgehalten werden können.

Klar ist, dass der Verein „Wir für Raabs“ im thayaseitigen Meierhof-Trakt einen Nebenraum für Feste erneuern möchte. Und: „Wir wollen eventuell vor dem Steg bei der Thaya Wohnmobilabstellplätze einrichten. Wir sehen, dass auf unseren Parkplätzen immer wieder Wohnmobile stehen. Das wäre dort g’schickt“, findet Auer. Strom müsste verlegt werden, Wasser und Kanal sind vorhanden. Zumindest sechs Stellplätze hätten dort Platz.