"Mr. Rapid" Andy Marek hört auf. Der Waldviertler Andy Marek verkündete nach 27 Jahren seinen Rücktritt als Rapid-Stadionsprecher und Fanservice-Leiter.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 26. November 2019 (12:51)
Andy Marek
APA/HANS PUNZ

Mit Spannung wurde die Wahl des neuen Rapid-Präsidenten am Montagabend erwartet – noch bevor es aber zur Abstimmung kam, bei der sich Martin Bruckner gegenüber Roland Schmid durchsetzte, kam es zum großen Paukenschlag: Der Groß-Sieghartser Andy Marek verkündete nach 27 Jahren seinen Abschied von den Grün-Weißen – aus „gesundheitlichen Gründen“, wie der 57-Jährige erzählte.

Bis vor wenigen Tagen war nur seine Familie in diese Causa eingeweiht gewesen, musste sich Marek Anfang November einer Operation in Linz unterziehen, nachdem er im September die Diagnose einer schweren Erkrankung erhalten hatte. Vor wenigen Tagen unterrichtete er den bis Montag amtierenden Rapid-Präsidenten Michael Krammer sowie Geschäftsführer Michael Peschek über seine Erkrankung.

Zweimal bei der Europameisterschaft

Marek, der einst als Kicker für den SV Groß-Siegharts auflief, auch Sänger und Unternehmer war, war seit 1992 „die Stimme Rapids“ sowie Leiter des Klubservices, das er aufgebaut hatte. Zudem war er von 1994 an und bis zuletzt auch Stadionsprecher bei den Wiener Heimspielen des österreichischen Nationalteams sowie „Speaker“ des Nationalteams bei den Europameisterschaften 2008 und 2016. Marek war bei Rapid auch für die Organisation sämtlicher Europacup-Auswärtsspiele zuständig.

Bis Weihnachten will er noch alle offenen Projekte umsetzen, im Februar werde er aber zurücktreten. Seinen letzten Einsatz als Stadionsprecher hat er am 15. Februar im Heimspiel gegen WSG Tirol. „Rapid braucht engagierte Mitarbeiter, die sich zu hundert Prozent für den Klub einsetzen. Das ist mir derzeit leider nicht möglich“, so Marek am Montagabend bei seiner Rücktritts-Erklärung.