Rabls „Genusshittn“-Konzept kommt an. Sortiment wurde erweitert, die Aigener schätzen Einkaufsmöglichkeit im Ort.

Von Michael Schwab. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:34)

Einen Monat ist es her, dass die „Genusshittn“ von Robert Rabl beim Tennisplatz ihre Pforten öffnete. Die erste Bilanz ist durchwegs positiv: „Die Leute kaufen uns aus, nutzen die Verkaufshütte wie einen Nahversorger“, ist Rabl zufrieden.

Vor allem Milchprodukte, Brot, Gebäck, Wurst und Brot seien sehr gefragt. Da es in der Gemeinde Ludweis-Aigen keinen Nahversorger gibt, komme das Angebot der „Genusshittn“ wie gerufen: „Immer wieder sagen mir Gemeindebewohner, wie toll es ist, dass sie jetzt wieder zu Fuß Milch holen können, und das auch noch in einer hohen Qualität.“

Rabl ist als Vermieter nur für die „Infrastruktur“ verantwortlich, um das rechtzeitige Nachfüllen der Regale und die Wahl der Produkte müssen sich die teilnehmenden Landwirte selbst kümmern: „Die sind da sehr dahinter.“

Von 30 auf 38 Anbieter erweitert

Mittlerweile konnte das Angebot gegenüber dem Start sogar schon erweitert werden: Waren es anfangs noch 30 Bauern, die ihre Produkte in der Hütte anboten, sind es nun schon 38. „Der Platz ist damit ziemlich ausgeschöpft“, merkt Rabl an.

Eine wesentliche Neuerung im Sortiment sind Fischprodukte von Christoph Arnhof. Karpfen, Welsfilets, Forellen und Wels-Würste haben in einem eigens noch nachinstallierten Kühlschrank Platz gefunden. „Es läuft gut, ich bin jetzt zum dritten Mal liefern“, erzählte Arnhof. Stark nachgefragt ist aktuell auch das auf einem Stand im Freien von Gabriele Bock angebotene Tannenreisig. „Wir kommen kaum mit dem Schneiden nach“, sagt Bock.

Wichtig für das langfristige Funktionieren einer Verkaufshütte ist aber nicht nur die Nachfrage nach den angebotenen Produkten, sondern auch die Ehrlichkeit der Kunden: „Ein wenig Schwund gibt es bei solchen Hütten immer, aber man sollte eines bedenken – wer etwas ohne zu zahlen mitnimmt, stiehlt das nicht von mir, sondern von allen Landwirten, die hier ihre Produkte anbieten. Denn der Fehlbetrag muss auf alle aufgeteilt werden“, gibt Rabl zu bedenken.

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