Neuer Test vorgestellt. Leistungstest für Rekruten | Grundwehrdiener werden künftig einen intensiveren Test ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit absolvieren.

Von René Denk. Erstellt am 11. Februar 2015 (06:04)
NOEN, RENE DENK
Bei der Präsentation der neuen Sportleistungstests für Grundwehrdiener im Lager Kaufholz des Truppenübungsplatzes Allentsteig: die Waldviertler Rekruten Sascha Heckajlo, Kevin Frank, David Guczky, Dominic Hörndl und Christopher Rockenbauer, Sportausbildner Patrick Zuba, Sportunteroffizier Andreas Müllauer, Bataillonskommandant Reinhard Lemp, Kompanie-Sportverantwortlicher Manfred Scheidl, Sportausbildner Christian Ramach und Kompanie-Kommandant Alexander Hainböck.
Der Truppenübungsplatz (TÜPl) Allentsteig wurde zur Präsentation der neuen Sport-Leistungstests für Grundwehrdiener ausgewählt, die am 12. Februar stattfand.

Militärische Basisfitness soll gefördert werden

Das Bundesheer will Sport mehr in den Mittelpunkt der Rekruten rücken und damit zum einen den Präsenzdienst attraktivieren und zum anderen den Rekruten mehr Ansporn geben, sich körperlich zu betätigen. Was für das Bundesheer natürlich vor allem wichtig ist: „Ziel ist es, die militärische Basisfitness zu fördern und die körperlichen Voraussetzungen zur Bewältigung der militärischen Aufgaben zu schaffen“, erklärt Sportunteroffizier Andreas Müllauer.

Bisher erfolgte die Feststellung der körperlichen Fitness nur durch eine Liegestütz- und Laufüberprüfung. Die neuen Fitness-Leistungstests, die den Rekruten nun vor Augen führen, wie positiv sich Sport auf den Körper auswirkt und sie anspornen sollen, auch nach dem Grundwehrdienst weiterhin Sport zu betreiben, werden zudem auch öfters abgehalten. So kann der Rekrut auch schon im Wehrdienst seine Erfolge und Leistungssteigerungen sehen.

Sportmotorischer und militärspezifischer Teil

Der neue Leistungstest gliedert sich in einen sportmotorischen und einen militärspezifischen Teil; der Test soll immer unter möglichst gleichen Rahmenbedingungen abgehalten werden. Durch die unterschiedlichen Stationen sind viel mehr einzelne Vergleichspararmeter- und Messmöglichkeiten vorhanden.

So gibt es im sportmotorischen Teil des neuen Leistungstests jetzt einen Medizinballstoß, bei dem die Weite gemessen wird, einen Koordinationslauf, bei dem Hindernisse überwunden werden müssen, einen Rumpfkrafttest, die klassische Liegestütz-Station sowie einen 2.400-Meter-Lauf auf Zeit bzw. einen „Shuttle Run“ - ein Hin- und Her-Lauf zwischen zwei Wegpunkten auf Zeit, bei dem man versuchen muss, den neuen Wegpunkt immer in der vorgegebenen Zeit zu erreichen.

Beim militärspezifischen Test wird das schnelle Bewegen im Gelände, das Ziehen und Tragen von Lasten in der insgesamt 25 Kilogramm schweren Ausrüstung mit Waffe abgeprüft. So wird durch das Ziehen zweier schwerer Sandsäcke das In-Deckung-Bringen eines verletzten Kameraden und durch das schnelle Tragen von Treibstoffkanistern der rasche Nachschub simuliert.

Bataillonskommandant Reinhard Lemp freute sich, dass die neuen Leistungstests am TÜPl Allentsteig präsentiert wurden, denn die Grundwehrdiener rücken immer weniger fit ein. „In Allentsteig haben wir das Glück, dass unsere Rekruten immer relativ gut ausgebildet werden können“, sagt Lemp, der betont, dass die körperliche Fitness gerade bei der Bewältigung der militärischen Aufgaben immens wichtig ist.