Krankheit bei Bienen in Puch festgestellt. Die ansteckende Bienenkrankheit wurde in der Katastralgemeinde Puch festgestellt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 07. September 2019 (04:45)
Pixabay

Die Amerikanische Faulbrut, eine ansteckende Bienenkrankheit, wurde in der Katastralgemeinde Puch festgestellt.

Aus diesem Grund ordnete die Bezirkshauptmannschaft Waidhofen Bekämpfungsmaßnahmen in einer Zone mit einem Radius von drei Kilometern um den Ort an. Bei der Untersuchung der Bienenvölker in der Zone wurde auch in Hollenbach ein weiterer befallener Bienenstock entdeckt und ein weiterer Sperrkreis eingerichtet.

Bei der Amerikanischen Faulbraut handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung der Bienenbrut, die zum Absterben der Brut und typischen klinischen Symptomen führt. Da der Erreger nur Bienenmaden befällt, ist er für den Menschen ungefährlich. Sporenbelasteter Honig kann daher gefahrlos verzehrt werden. Eine medikamentöse Behandlung ist in Österreich nicht erlaubt, da es kein dafür zugelassenes Medikament gibt.

"Die Faulbrut befällt nur die Rundmaden"

Aus diesem Grund gestaltet sich die Bekämpfung der Krankheit aufwendig – sie erfolgt entweder durch Vernichtung oder Sanierung der befallenen Bienenvölker mit begleitenden Desinfektionsmaßnahmen. Die Methode der Wahl ist das sogenannte „Kunstschwarmverfahren“. Dabei kehrt der Imker die Bienen von den Waben ab in eine Box, wo die Bienen zwei Tage lang ohne Nahrung ausgehungert werden, damit die Erreger, die sonst über den Honig an die Brut weitergegeben werden würden, in den Verdauungstrakt der Biene übergehen und damit kein Risiko mehr darstellen. „Die Faulbrut befällt nur die Rundmaden in den ersten sechs Tagen nach dem Schlüpfen aus dem Ei. Für erwachsene Bienen und Menschen ist er vollkommen ungefährlich“, erklärt Imker Markus Winter, der sich als Bienensachverständiger der Bezirkshauptmannschaft um beide Fälle kümmert.

Die befallenen Waben müssen verbrannt, die Bienenstöcke desinfiziert werden. „Wenn ein Bienenstock von der Faulbrut befallen wird, ist das keineswegs eine Schuld oder ein Versagen des Imkers“, stellt Winter klar. Es könne jeden treffen. Die richtige Reaktion sei die sofortige Information der Behörde. „Bei einem Verdacht nehmen der Amtstierarzt oder ein Sachverständiger Proben – sind diese positiv, wird ein Sperrkreis eingerichtet, in dem alle Bienenvölker untersucht werden“, erklärt der Imker das Verfahren für solche Fälle.

Um das Faulbrut-Risiko zu minimieren, appelliert er an die Besitzer nicht mehr gepflegter, herumstehender Bienenstöcke, diese den Imkern zu melden: „Die Gemeinschaft der Imker überlegt sich dann etwas, was weiter damit getan werden soll.“ Die Konsumenten bittet er, Honiggläser nur ausgewaschen in den Müll zu geben. Keinesfalls sollten Honigreste drin bleiben.