Pfaffenschlag: Statik war Herausforderung. Um Holzriegelbau auf bestehenden Trakt aufsetzen zu können, musste Konstruktion aus Stahlbeton-Elementen errichtet werden. Auf 480 m entstanden rund 40 neue Büroplätze.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. August 2019 (05:08)

Der neue Bürozubau der W.E.B Windenergie AG in Pfaffenschlag steht kurz vor der Fertigstellung: Während in den Büros bereits fleißig gearbeitet wird, werden vorwiegend im Außenbereich die letzten Arbeiten erledigt.

Der Spatenstich für das rund 1,7 Millionen Euro teure Projekt erfolgte im August des Vorjahres. Architekt Rudolf Schwingenschlögl war für die Planung des Zubaus verantwortlich. Die Herausforderungen waren vielfältig: Nicht nur, dass sich der Bau optisch ins Gesamtbild der W.E.B - Zentrale einfügen musste, es galt auch, eine Lösung für das Problem zu finden, dass das bestehende Gebäude, auf das der Zubau aufgesetzt werden sollte, dessen Gewicht nicht tragen konnte.

Deshalb ruht der aufgesetzte Trakt in Holzriegelbauweise auf Stahlbeton-Elementen, die neben dem bestehenden Gebäude errichtet wurden. „Diese tragen über 1,20 Meter dicke Stahlträger, auf welche die Holzriegelkonstruktion aufgesetzt wurde“, erläutert Schwingenschlögl.

Zubau „ausbaufähig“ konzipiert

Eine Besonderheit ist auch der Glas-Verbindungsgang in Form einer Brücke vom daneben liegenden Bestandsgebäude in den neuen Bürotrakt – diese Lösung wurde gewählt, um eine Durchfahrtsmöglichkeit mit ausreichender Höhe zwischen den Gebäuden zu schaffen.

Die rund 40 Büroarbeitsplätze wurden im neu aufgesetzten Trakt auf rund 480 m eingerichtet. Mit flexiblen Elementen kann die Raumaufteilung einfach angepasst werden. Im Erdgeschoss wurden 190 m Fläche neu gebaut. Dort finden ein neuer Sozialraum und der Eingangsbereich zum neuen zentralen Stiegenhaus Platz.

Im bestehenden Bereich des Erdgeschoßes wurde außerdem ein neuer Pausenbereich geschaffen. Um dem Mitarbeiterzuwachs durch den Zubau gerecht zu werden, wurden rund 20 neue Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos angelegt. Und weil man bei der W.E.B mit weiterem Wachstum rechnet, ist der Zubau auch „erweiterungsfähig“ konzipiert.