Arbeitslosenquote im Bezirk Waidhofen auf Tiefstand

Vierter Lockdown zeigte kaum Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit im Bezirk Waidhofen.

Erstellt am 11. Januar 2022 | 14:14
Lesezeit: 2 Min
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AMS-Geschäftsstellenleiterin Edith Palisek-Zach.
Foto: Barbara Lachner

Die Auswirkungen des nunmehr vierten Lockdowns auf den Waidhofner Arbeitsmarkt hielten sich auch zu Jahresende in Grenzen. Ende Dezember waren 700 Personen arbeitslos vorgemerkt – ein Minus von 25,8% oder minus 243 Personen im Vergleich zu Dezember 2020.

Bei den Frauen betrug der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 32,3% und lag somit deutlich über dem Rückgang bei den Männern (- 21,9%).

Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, waren im Bezirk Waidhofen gegenüber dem Vorjahresmonat mit 816 um 238 oder 22,6% weniger Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet. Nach Altersgruppen gab es mit 32,1% den stärksten Rückgang bei der Gruppe im Haupterwerbsalter (25-49 Jahre), gefolgt von der Altersgruppe über 50 Jahren mit einem Rückgang von 20,8% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Die gemeldeten offenen Stellen haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Den Arbeitssuchenden aus dem Bezirk stehen 202 offene Stellen zur Verfügung. Die 15 Lehrstellensuchenden des Bezirkes können aus 60 (54 davon nicht sofort verfügbar) offenen Lehrstellen wählen.

Arbeitslosenquote so niedrig wie vor 41 Jahren

Diese erfreuliche Entwicklung lässt sich anhand des Blicks in die Vergangenheit verdeutlichen: Im Bezirk Waidhofen liegt die Arbeitslosenquote mit 4,4% so niedrig wie zuletzt vor 41 Jahren (1980: 3,8%).

Eine der schwerwiegend sten Folgen einer Arbeitsmarktkrise ist steigende Langzeitarbeitslosigkeit. Fast jeder neunte Arbeitslose im Bezirk Waidhofen (jeder fünfte in Niederösterreich) ist derzeit ein Jahr und länger auf Jobsuche. Das AMS ist auf einen allfälligen Lockdown im neuen Jahr vorbereitet: „Je geringer die Zahl der arbeitslosen Personen am Beginn eines Lockdowns ist, desto wirkungsvoller gelingt es, den entstandenen Sockel an Arbeitslosigkeit abzubauen“, weiß die Chefin des AMS Waidhofen, Edith Palisek-Zach.

Im Dezember haben die Berater des AMS Waidhofen 233 Vermittlungsvorschläge ausgegeben. Das sind um 101 oder 76,5% mehr als im Dezember des Vorjahres.

45 Jobsuchende konnten im Dezember ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beenden und 66 freie Stellen und Lehrstellen wurden mit einer passenden Arbeitskraft besetzt.

In den vergangenen sechs Monaten konnte der Stand an Langzeitarbeitslosen von 133 Personen (im März) auf nunmehr 78 gesenkt werden. Das ist eine Reduktion von 41,3%. Seither (ab April) haben 57 Personen aus dem Bezirk ihre Langzeitarbeitslosigkeit durch eine Beschäftigungsaufnahme beendet.