„Botschafterin der Sonne“. Feuerwehr Diemschlag tat sich mit Familie Rabl zusammen, um Fest im Zeichen der etwas bitteren, schwarzen Beeren zu feiern, die auch heilende Kräfte haben.

Erstellt am 20. September 2016 (10:46)

Seit vielen Jahren ist die Feuerwehr Diemschlag mit ihren Veranstaltungen am Puls der Zeit. Immer wieder gibt es neue Ideen, und heuer gab es in Zusammenarbeit mit dem Betrieb der Familie Rabl erstmals das „Aroniafest“.

Robert und Heidi Rabl haben mehr als vier Hektar mit Aronia-Kulturen bepflanzt. Aus den kleinen, etwas bitteren, schwarzen Beeren produzieren sie verschiedene Säfte, Sirup und diverse Fruchtaufstriche und bieten in ihrem Hofladen diese und andere Produkte befreundeter Partner an.

Das Aroniafest wurde am Samstag mit einem Festakt eröffnet. Die Moderation lag in den Händen von Cathy Zimmermann, FF-Kommandant Franz Piffl konnte zahlreiche Gäste begrüßen.

„Wegen ihres etwas bitteren Geschmacks ist die Aronia nicht einladend, sie macht aber wach und nicht ,letschat‘!“

Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger

Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger erklärte, warum er mit der Familie Rabl sehr verbunden ist: Heidi arbeitet im Kräuterzentrum Karlstein, Robert liefert dorthin und Marcel wurde von Felsinger getauft. Der Kräuterpfarrer hob auch die Stärken der Aronia hervor: „Sie birgt viele Vitamine und ist eine „kräftige Botschafterin, die die Kräfte der Sonne und Erde aufbereitet.“

Die Früchte sind „Energiekollektoren, von denen wir auch Energie bekommen, wenn die Zeit des Sommers vorbei ist.“ Wegen ihres etwas bitteren Geschmacks sei die Aronia nicht „einladend, macht aber wach und nicht ,letschat‘“, sie sei eine gute Hilfe, auch das Bittere anzunehmen. Die innovative Arbeit der Familie Rabl mit der Natur sei ein besonderer Akzent für das Sackgassendorf Diemschlag.

Die Aronia sei zudem entzündungshemmend und wird auch als begleitende Maßnahme bei Chemotherapien empfohlen.

Landesrätin Petra Bohuslav hielt schließlich die Festansprache. Da sie bereits im Vorjahr einen Aronia-Korb bekommen hatte, wusste sie zu berichten, dass die Aronia „Energie und Kraft gibt, g‘sund und pflegeleicht ist.“ Sie freute sich, dass Regionalität und Kreativität in diesem Aroniafest zum Ausdruck kommen. Die Aronia gehöre ebenso zu den Schätzen des Waldviertels wie Karpfen, Erdäpfel, Mohn, Whisky und Wodka.

Bohuslav betonte, dass es auch wichtig sei, dies den Gästen zu zeigen. „Im Land für Genießer ist dies ein wichtiger Bestandteil, um das Ziel von sieben Millionen Nächtigungen 2020 zu erreichen.“

In einer „Schmankerlstraße“ wurden von bäuerlichen Produzenten zahlreiche Spezialitäten angeboten, es gab auch Aronia-Bratwürste und Steaks vom Angus-Rind mit Aronia-Saftl. Anschließend an den Festakt kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz, so am Samstag mit einer Kinderdisco und einer Schlager-Hüttennacht, am Sonntag mit einem Frühschoppen mit dem Musikverein Aigen und Tänzen der Landjugend.