PTS Waidhofen: Spatenstich für Generalsanierung. Um 3,2 Millionen Euro (exkl. Umsatzsteuer) wird die PTS-Schule für Technik und Wirtschaft in Waidhofen in den kommenden drei Jahren ausgebaut und modernisiert. Am Mittwochvormittag erfolgte der Spatenstich für das umfangreiche Vorhaben, das in drei Abschnitten umgesetzt werden soll – los geht es Ende Mai.

Von Michael Schwab. Erstellt am 08. Mai 2019 (14:48)
Michael Schwab
Baumeister Albert Wilhelm (Reissmüller), PTS-Direktor Franz Jauk, Alfred Grünstäudl (Leiter Außenstelle Bildungsdirektion NÖ), Architekt Rudolf Schwingenschlögl, Architekt Herbert Weißenböck, Schulgemeindeobmann Diether Schiefer, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Bürgermeister Robert Altschach, Bezirkshauptmann Günter Stöger, Baumeister Karl Teuschl (Reissmüller) und Reissmüller-Geschäftsführer Richard Grün.

Das Projekt umfasst eine Generalsanierung des bestehenden Gebäudes und Zubauten an der Nord- und Westseite sowie die Neuerrichtung eines Dachgeschosses.

Heuer stehen die Zubauten über zwei Geschosse in Massivbauweise und die Neuerrichtung des Dachgeschosses in Holzriegelbauweise am Plan. 2020 folgen der Umbau des ersten Obergeschosses, die Auswechslung der Fenster und Außentüren sowie die Erneuerung der Heizungs- und Sanitärinstallation.

2021 werden schließlich das Erdgeschoss umgebaut, sowie die Vollwärmedämmung der Fassade und die Außenanlagen hergestellt. Die Sanierung wird als Mustersanierung mit Unterstützung des Klimafonds durchgeführt.

Neben der Umstellung der Heizung auf Fernwärme und der Wärmedämmung gehören auch eine kontrollierte Lüftung für den Klassenbereich und den EDV-Raum sowie eine Photovoltaikanlage mit 20 kWp zu den effizienzsteigernden Maßnahmen. Durch die Sanierungsmaßnahmen wird das Gebäude eine Energiekennzahl von 25 kWh/m2a erreichen, was einem sehr gut gedämmten Gebäude entspricht.

Die Arbeiten werden in Abstimmung mit der Direktion auch während des Schulbetriebs ausgeführt, einzelne Räume werden daher immer wieder übersiedelt werden müssen.

„Wir haben die Waidhofner Schulen großteils modernisiert, die PTS ist jetzt die letzte Schule, die wir in Angriff nehmen“, sagte Schulgemeindeobmann Diether Schiefer beim Spatenstich. Die PTS sei eine der wichtigsten Schulen, mit rund 100 Schülern in den letzten Jahren, die von dern Betrieben als Lehrlinge sehr gefragt seien. Die Räumlichkeiten seien aber zu klein und zu wenig geworden: „Es passt einfach nicht mehr“, betonte Schiefer.

Bürgermeister Robert Altschach freute sich, dass aufgrund der erhöhten Nachfrage nach diesem Schultyp letzlich ein Ausbau nötig wurde. „Ich hoffe, dass viele Schüler nachher einen Lehrberuf oder technischen Beruf ergreifen“, merkte Altschach mit Hinweis auf den Fachkräftemangel an.

PTS-Direktor Franz Jauk beschrieb den immer wieder von Platzmangel geprägten Werdegang der Schule. „In den letzten Jahren sind unsere Schülerzahlen stark gestiegen, und wir mussten mit einer Klasse ins Kulturschlössl ausweichen“, merkte Jauk an. Die Gemeinden würden ihre Investitionen in die PTS langfristig wieder zurückbekommen: „Fachkräfte bleiben meist in der Region.“

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bezeichnete die PTS in ihrer Ansprache als einen hervorragenden Weg für den Übergang von der Schule ins Berufleben. Hier könne jeder Schüler seine Fähigkeiten ausloten, und entscheiden, ob ein Lehrberuf oder doch eine weiterführende Schule die richtige Wahl seien.

„Der Raum spielt eine wichtige Rolle für den Lernerfolg, er ist der ‚dritte Pädagoge‘ und bringt zu Ausdruck, wie man als Schüler wertgeschätzt wird“, betonte Teschl-Hofmeister. Verschiedenen Ausbildungsformen sollten gleichwertig nebeneinanderstehen – vom Lehrabschluss bis zum Uni-Abschluss: „Wenn jemand mit seinen Händen arbeiten und etwas schaffen will, ist das genauso wertvoll“.