Coole „Tanten“ sind neu in Waidhofen an der Thaya. “Tante Hedwig“ nennt sich die neue Waidhofner Band rund um Wolfgang Eisler. Lieder mit Lokalbezug machen bereits online die Runde.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 08. Oktober 2020 (04:27)
Alexander Siegl, Alexander Ableitinger, Ulrich Pöschl, Wolfgang Palmeshofer und Wolfgang Eisler haben sich zur Band „Tante Hedwig“ zusammengeschlossen.
privat

Es gibt eine neue Band in der Stadt. Am Anfang waren Wolfgang Eisler, seine Gitarre und das Waidhofen Lied. Mittlerweile hat sich daraus das Waidhofner Künstlerkollektiv „Tante Hedwig“ geformt, das mit Waldviertler Mundart-Poesie, eingängigen Melodien und unterhaltsamen Videos auf Social Media für Furore sorgt.

Nach klingenden Namen gesucht

Bei der Namensgebung hat man sich an diversen Austropop-Bands orientiert. „Es gibt beispielsweise ‚Heinz‘ oder ‚Wanda‘, erzählt Wolfgang Eisler. „Wir haben nach klingenden Namen gegoogelt, da fiel mir Hedwig ins Auge. Worauf Alexander Ableitinger meinte, meine Tante heißt Hedwig. So entstand der Name.“

Was geht mir im Lockdown ab?

Das Waidhofen-Lied ist im Frühjahr im Lockdown entstanden. „Ich habe mich gefragt, was geht mir gerade ab in Waidhofen, habe das in einen deutschsprachigen Song gepackt und online gestellt. Aufbauend darauf ist das ‚Tante Hedwig‘-Projekt mit meinen Freunden entstanden.“

Die coolen „Tanten“ Alexander Siegl, Alexander Ableitinger, Ulrich Pöschl, Wolfgang Palmeshofer und Wolfgang Eisler besingen aktuell mit ihrem Franzl Bahn Blues die Franz-Josef-Bahn und machen damit zum 150-Jahr-Jubiläum wohl nicht nur den zahlreichen Pendlern Freude. Das Video, gedreht am Bahnhof Waidhofen und im Gasthaus Polly’s, macht jedenfalls derzeit die Runde im Bezirk und darüber hinaus.

Menschen sollen sich in Texten wiederfinden

Wolfgang Eisler zu den Zielen der Band: „Wir wollen Lieder schreiben, in denen sich die Menschen wiederfinden bzw. mit deren Texten man etwas verbindet. Sei es die köstliche Mehlspeise beim lokalen Bäcker, sei es der schwindende Radlbachwald oder sei es eben das Pendeln nach Wien mit der Franz-Josef-Bahn.

Das alles natürlich mit einer Prise Humor - den meisten Spaß haben wir dabei beim Dreh unserer Videos. Die Zeiten sind ohnehin bierernst genug.“

Album soll demnächst erscheinen

Apropos bierernst und Corona. Wie geht die Band damit um?

„Wir nutzen die Zeit für kreative Prozesse und arbeiten aktuell mit Eifer an unserem ersten Album - danach wird geprobt und nächsten Sommer, wenn hoffentlich wieder so etwas wie Normalität herrscht, werden wir ein paar Konzerte spielen. Wir haben schon ein paar Locations ins Auge gefasst und klären gerade ab, wo es möglich ist“, sagt Eisler. „Die nächsten Videos sind natürlich auch bereits in Planung.“