Baureste: Gemeinde Dobersberg muss nicht zahlen. Gemeinde konnte die geforderten Mehrkosten (80.000 Euro) abwenden.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 17. Oktober 2020 (04:56)
Erste Mauern für die neue Wohnanlage stehen bereits.
G. Muthsam

Nach einem relativ zügigem Abbruch des Eggenberger- und Weinstabl-Hauses am Hauptplatz im Mai zwecks Errichtung einer neuen Wohnhausanlage, stand die Baustelle für acht Wochen still. Grund war das Auftauchen von Baurestmassen eines Hauses, dass um 1900 abgebrochen wurde.

„Die Gemeinde ist von der Abrissfirma Burger damit konfrontiert worden, dass angeblich Verunreinigungen im Erdreich seien“, erzählt Bürgermeister Martin Kößner. „Da sind anfangs Zusatzkosten von rund 80.000 Euro für die Gemeinde im Raum gestanden. Das wollten wir nicht einfach so hinnehmen.“

„Wir wollten Zusatzkosten nicht einfach hinnehmen. Darum zogen wir Anwältin und Sachverständigen hinzu.“Martin Kößner

Darum habe man die Anwältin der Gemeinde und einen Sachverständigen hinzugezogen. „Der Sachverständige hat festgestellt, dass die Verunreinigungen nur in einem Bereich auftreten und nicht auf der ganzen Fläche, wie von der Abrissfirma dargestellt“, sagt der Bürgermeister. „Letztendlich wurden tatsächliche Mehrkosten von 10.000 Euro errechnet, die jetzt die Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen übernimmt.“

Im nächsten Jahr entsteht nun eine Anlage mit elf Wohnungen zu je 60 Quadratmetern für junges und betreutes Wohnen.

„Die Baufirma Reißmüller ist derzeit zügig unterwegs und will heuer noch bis zur zweiten Decke kommen“, schildert Kößner. „Wenn das Wetter mitspielt, kann eventuell sogar noch der Dachstuhl montiert werden.“ Da das Gelände einen Niveauunterschied zur Straße aufweist, wurde eine Steinmauer geschlichtet. Erste Hausmauern stehen ebenfalls schon.