Pro Pet in Gastern baut aus

Gasterner Firma investiert rund neun Millionen und will Mitarbeiterstand von 270 auf 290 erhöhen.

Michael Schwab
Michael Schwab Erstellt am 11. Oktober 2021 | 20:22
Betriebserweiterung - Pro Pet in Gastern baut aus
Betriebsleiter Gerald Wais (rechts) und Geschäftsführer Hermann Habe (6.v.r.) mit den geehrten Mitarbeitern. Foto: Michael Schwab
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Der Tierfutterhersteller Pro Pet Austria steht wieder einmal vor einem ambitionierten Ausbauprogramm: Rund neun Millionen Euro sollen in den Jahren 2021 und 2022 in Infrastruktur und Maschinen investiert werden.

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So soll der Zubau für die Fleischerei aussehen. Der Baustart soll – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung – noch heuer erfolgen.
Pro Pet Austria

Drei bauliche Maßnahmen sind geplant: Die sichtbarste Neuerung wird ein Zubau auf der letzten freien Fläche Richtung Kommunalzentrum für eine Erweiterung der Fleischerei sein. Rund 250 Quadratmeter Betriebsfläche werden dafür veranschlagt.

In der erweiterten Fleischerei werden neue Verarbeitungslinien auf dem modernsten technischen Standard untergebracht werden. Der Baustart soll – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung – noch heuer erfolgen.

Ebenso ist noch für heuer die Errichtung eines zusätzlichen Mitarbeiterparkplatzes am Firmenareal mit 108 Stellplätzen geplant, um dem kontinuierlich steigenden Mitarbeiterstand der Pro Pet Austria gerecht zu werden. Im Laufe der vergangenen beiden Jahre wurden 40 neue Mitarbeiter in Gastern eingestellt.

Aufgrund der guten Aussichten auf den globalen Zielmärkten sucht das Unternehmen derzeit dringend neue Arbeitskräfte in allen Bereichen – der Mitarbeiterstand soll kurzfristig von 270 auf 290 Beschäftigte erhöht werden.

Das dritte Projekt ist die Errichtung eines Tiefkühllagers mit 1.000 Tonnen Fassungsvermögen. Aufgrund der derzeit nicht am Markt verfügbaren Fertigteilelemente ist ein Baustart heuer nicht mehr möglich. Geplant ist, im Frühjahr 2022 mit dem Bau zu starten.

Dass diese Wachstumsschritte überhaupt möglich sind, liegt ganz besonders auch im Engagement der großteils langjährigen Mitarbeiter begründet, wie Betriebsleiter Gerald Wais bei der Ehrung verdienter Mitarbeiter beim diesjährigen firmeninternen Oktoberfest betonte.

Büromitarbeiter halfen in Produktion aus

Im Vorjahr fiel dieses Fest der Corona-Pandemie zum Opfer, heuer traute man sich, es  unter Sicherheitsvorkehrung wieder zu veranstalten. Wais ging auf die Herausforderungen durch Corona ein, mit denen ein Produktionsbetrieb zu kämpfen hat, der seine Belegschaft nicht großteils ins Homeofffice schicken kann,.

Als tschechische Arbeitnehmer nicht über die Grenze durften, sprangen Büromitarbeiter in der Produktion ein, um der Werk in einer Phase, in der die Nachfrage nach Leckerlis für Hunde und Katzen im Steigen war, am Laufen zu halten.

„Mit einer noch nie dagewesenen Lohnanpassung können wir uns jetzt als Arbeitgeber am regionalen Arbeitsmarkt auch im Vergleich zu anderen Branchen attraktiv positionieren“, betonte Wais.

Genau das wird auch nötig sein: Denn wie Geschäftsführer Hermann Habe erwähnte, wird der Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.